Der mysteriöse Absturz der Star Dust in den Anden

(Mystery News) Am 2. August 1947, vor rund 70 Jahren, verschwand eine Avro 691 Lancastrian der British South American Airways (BSAA), die unter den Namen Star Dust bzw. Stardust bekannt wurde. An Bord befanden sich Flugkapitän R. J. Cook, der erste Offizier N. H. Cook, der zweite Offizier D. S. Checklin, der Radio-Offizier Dennis B. Harmer und die Stewardess Iris M. Evans sowie sechs Fluggäste.

Das viermotorige Flugzeug stürzte in den Anden ab und wurde erst im Januar 2000 wiederentdeckt. Mysteriös ist der letzte Funkspruch der Cockpitcrew, der „STENDEC“ lautete und ein Morsecode war. Der rätselhafte Morsecode konnte bis zum heutigen Tag nicht endgültig gelöst werden.

Warum stürzte die Star Dust ab?

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Die Star Dust befand sich am Absturztag auf ihrer Flugstrecke von Buenos Aires nach Santiago de Chile und trug die Flugnummer C.S.59. Nachdem es Mendoza überflogen hatte, sollte die Avro 691 die Anden von östlicher nach westlicher Richtung überqueren, doch als die Piloten das Gebirgsmassiv passierten, herrschten schlechte Wetterverhältnisse. In den Bergen waren sie mit einer limitierten oder nicht existenten Erdsicht konfrontiert. Sie entschieden sich für eine direkte Route zur Überquerung der Anden, anstatt eine alternative Ausweichstrecke zu fliegen.

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Zur Anden-Überquerung kletterte die Maschine um 17:00 Uhr GMT (Greenwich Mean Time) auf umgerechnet 7300 Metern Flughöhe und sollte dem Funkspruch zufolge um ca. 17:43 Uhr in Santiago de Chile landen. Nach 41 Minuten erhielt der Fluglotse des Flughafens Santiago de Chile den letzten Funkspruch, der „ETA Santiago 1745 hrs STENDEC“ lautete. Damit konnte der Lotse im Tower nichts anfangen, weil er für diese Meldung keine Erklärung hatte.

Als Grund für den Absturz der Star Dust vermutete man den herrschenden Schneesturm und es wurden Suchmannschaften losgeschickt, die das Umfeld des Flughafens nach dem Flugzeug absuchen sollten. Der letzte Funkspruch hatte auf den Landeanflug auf Santiago de Chile verwiesen, doch die Suchmannschaften fanden keine Wrackteile rund um den Flughafen und so wurde die Suche auf Druck der britischen Regierung erweitert. An Bord der Star Dust hatte sich ein diplomatischer Kurier Großbritanniens befunden, der Geheimdokumente in seiner Tasche hatte.

Die Suche wurde massiv verstärkt und es wurden einige Bergketten durchforstet. Die erfahrenen Suchkräfte konnten allerdings nichts finden und brachen ihre Aktion am Ende schließlich ab. In den nächsten rund 53 Jahren blieb die Star Dust unentdeckt und es entwickelten sich Verschwörungstheorien, vor allem da der Geheimkurier ein Passagier der Propellermaschine war.

Die Star Dust wird entdeckt

Eine Bergsteigergruppe entdeckte am 3. Januar 2000 auf einer Wanderung am Fundament des Vulkans Tupungato einen Flugzeugmotor. Im Anschluss entsandte die argentinische Armee ein Expeditionsteam zu der Fundstelle, die bei ihrer Suche schließlich weitere Wrackteile fand. Eines der Trümmerteile war mit „Star Dust“ beschriftet, und laut offizieller Verlautbarung wurden rund 10 Prozent der Wrackteile der Avro 691 gefunden. Zu den Teilen gehörte auch ein Propeller, der beschädigt und verformt war. Basierend auf den Beschädigungen wurde ermittelt, dass die Maschine zum Zeitpunkt ihres Absturzes mit voller Reisegeschwindigkeit flog. Die zwei großen Räder der viermotorigen Passagiermaschine wurden ebenfalls gefunden und waren der Untersuchung zufolge noch eingefahren.

Auf Grundlage der vorliegenden Indizien und der Wrackteile vermuten Gutachter hinter dem Absturz einen kontrollierten Flug, der direkt mit normal laufenden Propellern in den Berghang des Vulkans Tupungato erfolgte und allen elf Menschen an Bord das Leben kostete. Für eine Notlandung oder einen ungewollten Absturz liegen nach heutigen Kenntnissen keine Beweise vor. Der Jetstream, ein Höhenwind mit bis zu 400 km/h Geschwindigkeit, ist die wahrscheinlichste Absturzsache der Star Dust.

Fachleute konnten basierend auf den historischen Wetteraufzeichnungen einen Jetstream ermitteln, der die Maschine mit 160 km/h traf und sie derart verlangsamte, dass dies von der Crew nicht bemerkt wurde. Die Besatzung war der irrtümlichen Annahme, sie hätten die Bergkette bereits überflogen, sie leitete den Landeanflug ein, worauf sie mit voller Geschwindigkeit in den Berg krachten.

Zu dem Absturz gibt es Verschwörungstheorien und UFO-Theorien, die sich bis zum heutigen Tag halten.

Was bedeutet STENDEC?

Die Bedeutung des Wortes STENDEC konnte bislang nicht geklärt werden, doch es tauchten in den letzten 70 Jahren seit dem Absturz einige Theorien auf. Nach Einschätzung einiger Experten könnte es ein Übermittlungsfehler gewesen sein und der Morsecode wäre statt STENDEC schlicht „STR DEC“ gewesen, der „Starting Descent“ (Starte Sinkflug) bedeutete. Keine einzige der heute bekannten Theorien zu STENDEC konnte mit Zufriedenheit belegt werden.

Welche Theorie habt ihr zum Absturz der Star Dust und ihrem Funkspruch STENDEC?

Videos Thema Star Dust

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Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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