China strebt mit vierten Weltraumbahnhof weiter ins All

(Mystery News) Am Samstag wurde mit dem Start der neuen Rakete „Langer Marsch 7“ der neue vierte Weltraumbahnhof Wenchang auf der Insel Hainan im Südchinesischen Meer erfolgreich eingeweiht. Zehntausende Weltraumfans waren bei dem Raketenstart anwesend und feierten das Ereignis mit Begeisterung. China strebt nach dem Weltraum und verwirklicht schrittweise seine ambitionierten Pläne. Der neue Weltraumbahnhof befindet sich in der Nähe des Äquators, Bauteile können per Schiff angeliefert werden und auch der Bau größerer Raketen ist möglich. Die Rakete „Langer Marsch 7“ verwendet ein Sauerstoff-Benzin-Gemisch als Treibstoff und soll den Entwicklern zufolge nicht nur kostengünstiger, sondern auch ungefährlicher als die bisherigen Raketentreibstoffe sein.

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Ambitioniertes Raumfahrtprogramm

Das Raumfahrtprogramm Chinas gilt als sehr ehrgeizig. Im Spätsommer oder Herbst soll das Weltraumlabor „Tiangong-2“ (Himmelspalast) in den Weltraum geschossen werden. In diesem Labor sollen anschließend zwei Astronauten ihre Arbeit aufnehmen. Die Ankopplung des ersten chinesischen Frachtschiffs „Tianzhou-1“ (Himmelsschiff) an das Raumlabor ist für das Jahr 2017 vorgesehen, mit dem Bau einer ersten Raumstation wird die Volksrepublik China den Planungen zufolge schon im Jahr 2018 beginnen. Das Hauptmodul „Tianhe-1“ (Himmlische Harmonie) der Station soll mit einer Rakete vom Typ „Langer Marsch 5“ in den Erdorbit transportiert werden, die Raumstation selbst soll nach vier Jahren Bauzeit fertig sein. Die Internationale Raumstation ISS soll nur bis 2024 arbeiten und dann aufgegeben werden, doch ob es tatsächlich so kommen wird, steht nicht fest. Mit einer eigenen Raumstation wäre China das einzige Land mit einer dauerhaften Basis im All, falls die ISS wie geplant, 2024 ihren Dienst einstellt.

In sechs Jahren soll außerdem ein mit dem Hubble-Weltraumteleskop vergleichbares Teleskop in die Erdumlaufbahn geschossen werden. Der Blickwinkel des neuen Teleskops wird allerdings erheblich größer sein als bei Hubble. Zudem ist für 2021 geplant, dass eine Sonde auf dem Mars landet und 2024 möchte China mit einem bemannten Raumschiff den Mond besuchen.

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Weltraumnation China

Das chinesische Raumfahrtprogramm steht unter Kontrolle der Weltraumbehörde China National Space Administration (CNSA). China ist im Weltraum seit dem Jahr 1960 aktiv, als die ersten Höhenforschungsraketen gestartet wurden, und 1970 gelangt es erstmals, einen Erdsatelliten ins All zu bringen. Im Jahr 1990 erreichte AsiaSat-1, der erste Kommunikationssatellit Chinas den Orbit und 2003 umkreisten die ersten Taikonauten die Erde. 2007, vier Jahre später, wurde das Mondprogramm mit dem Mondorbiter Chang´e-1 vorgestellt, dem 2010 und 2013 weitere folgten. Im Jahr 2013 landete Mondrover Yutu mit Chang´e-3 auf dem Mond und zwei Jahre zuvor wurde eine erste kleine Raumstation in den Erdorbit befördert.

Das chinesische Mondprogramm unterliegt einer strengen Geheimhaltung und seit 2006 sind rund 20 Universitäten daran beteiligt. Die für die Weltraummissionen erforderlichen Trägerraketen entwickelt China selbst, der Großteil der Raketenmodelle läuft unter dem Namen Chang Zheng (Langer Marsch). Der Auslöser für das eigene Weltraumprogramm und die Entwicklung eigener Raketen war das Ende der Zusammenarbeit mit der damaligen UDSSR durch Mao Zedong.

Am 8. Oktober 1956 ging die chinesische Raumfahrt an den Start, als das dem Verteidigungsministerium unterstellte „Raketenforschungsinstitut No. 5“ gegründet wurde. Die Arbeit der beiden Wissenschaftler Qian Xuesen und Ren Xinmin war für das Programm von zentraler Bedeutung, da sie in den 1940er-Jahren im kalifornischen Jet Propulsion Laboratory in Pasadena gearbeitet haben. Pläne für ein bemanntes Weltraumprogramm existieren seit dem Jahr 1968 und bislang gab es zehn Taikonauten, die Missionen im All durchführten. Das chinesische Militär steuert einen Großteil zur Entwicklung neuer Raketen, Satelliten und Raumfahrzeuge bei.

Das internationale Wettrennen ins All gewinnt an Fahrt, denn neben China streben auch Luxemburg, Indien und Brasilien mit eigenen Raumfahrtprogrammen in den Weltraum. Eine erfolgreiche bemannte Mondlandung würde für die Volksrepublik China ein neuer Meilenstein bedeuten und der Mond könnte als Zwischenstation für bemannte Missionen zum Mars dienen.

Auf dem Erdtrabanten werden erhebliche Vorkommen des Edelgases Helium-3 vermutet. Das Edelgas Helium-3 könnte die Erde kostengünstig mit Energie versorgen und die Chinesen wären in der Lage, die dafür erforderlichen Minen auf dem Mond zu errichten. Bemannte wie unbemannte Raumfahrzeuge könnten dann mit Helium-3 betankt und leichter zum Mars oder zu anderen Zielen im Weltraum geschickt werden.

Videos zum Thema Chinas Raumfahrt:

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / Batareykin

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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