Was passiert, wenn Donald Trump der nächste US-Präsident wird?

In zwei Monaten sind in den USA die Präsidentschaftswahlen, die sich schon im Laufe der Vorwahlen zu einem spannenden Duell zwischen der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und dem Republikaner Donald Trump entwickelt haben. Was würde passieren, wenn Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird? Einer seiner Hauptforderungen ist die Errichtung einer Grenzmauer zwischen Mexiko und den USA, um die nach seiner Meinung illegale Einwanderung aus dem Nachbarland zu unterbinden. Die Mauer wäre gleichbedeutend mit der Berliner Mauer und würde zu einer Abschottung der Vereinigten Staaten gegenüber Südamerika führen.

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Trump und Mexiko

Donald Trump gilt nicht nur in den eigenen Reihen, sondern auch unter Demokraten, Medien und Politikwissenschaftlern als höchst umstritten. Bei seinem Treffen mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Pena Nieto in dieser Woche äußerte er Respekt vor den Mexikanern, ihrem Glauben, ihren Familienwerten und ihrer Gemeinschaft. Bei dem Treffen hielt er sich mit seinen sonst sehr markigen Sprüchen zurück, doch ein paar Stunden später, auf einer Wahlkampfrede in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona), war er schnell wieder in seinem Element.

Er forderte den Bau einer großen Mauer an der Südgrenze der USA, und natürlich soll Mexiko die Mauer bezahlen. Bei seiner Rede stellte er sein Zehn-Punkte-Programm zur Migrationspolitik vor. Gegenüber ausländischen Kriminellen, die in den USA leben, plant er eine „Null-Toleranz-Politik“ zu fahren.

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Nach seinen Worten soll die Migrationsreform das Leben aller Amerikaner verbessern. Trump betrachtet Mexiko, anders als der mexikanische Präsident Nieto, nicht als wirtschaftliche Chance für die USA, sondern als Gefahr. Er sieht Menschenhandel, Drogenhandel und das Freihandelsabkommen NAFTA als gefährlich an. Das Freihandelsabkommen führe zur Abwanderung von US-Jobs nach Mexiko und damit zum Verlust von Arbeitsplätzen. Gegenüber den Mexikanern drohte Trump in den letzten Monaten nicht nur mit einem Mauerbau, sondern sogar mit Krieg. Zu einem Krieg zwischen den USA und Mexiko dürfte es trotz aller bösen Rhetorik aber nicht kommen.

Trump und seine Mauer

Das zentrale Thema aller seiner bisherigen Reden ist der Bau einer gigantischen Mauer, um die USA vor illegalen mexikanischen Einwanderern zu schützen. Nach Berechnungen von Forschern würde der Mauerbau mindestens 15 Milliarden US-Dollar kosten, die Mauer selbst wäre über 1600 Kilometer lang. Die Kostenanalyse wurde vom US-Unternehmen Bernstein Research durchgeführt und demnach würden allein Zement und Beton über eine Milliarde US-Dollar verschlingen. In ihrer Berechnung konnten die Experten der Firma einen Gesamtbetrag von 15 bis 25 Milliarden US-Dollar ermitteln. Die jährlichen Wartungskosten der Grenzmauer würden nach Berechnungen eines US-Ausschusses im Kongress in einem „Worst Case Szenario“ bei 3,5 Milliarden US-Dollar liegen. Basierend auf den Milliardenkosten wäre der Bau einer Mauer, wie Trump sie vorschlägt, unrealistisch und nicht umsetzbar.

Die US-Schulden von über 16 Billionen US-Dollar könnten dann noch weiter steigen, zudem würden die USA weltweit an Ansehen verlieren, wenn eine solche riesige Mauer tatsächlich Realität wird. Die Baukosten für das „visionäre Projekt“ soll Trump zufolge, allein Mexiko tragen. Der mexikanische Baukonzern Cemex würde Bernstern Research zufolge den Auftrag erhalten, weil nur dieses Unternehmen über die notwendige Kapazität an Steinbrüchen am Rio Grande verfügt.

Die USA – unter Trump ein Land der Abschottung?

Wenn Donald Trump der nächste US-Präsident wird, dann hätte dies für die USA deutliche negative Konsequenzen. Das Land würde er im Verlauf seiner Regierungszeit isolieren, die angekündigte Grenzmauer trotz aller Widerstände errichten lassen, und die USA im schlimmsten Fall in einen Polizeistaat verwandeln. In seinen umstrittenen Reden sprach Trump sogar über die Deportation von illegalen Ausländern, eine sehr gefährliche Rhetorik.

Trump soll dem US-Sender MSNBC zufolge im Rahmen eines Treffens mit Beratern zum Thema Außenpolitik gleich drei mal die Frage gestellt haben, wieso die USA keine Atomwaffen einsetzen. Sein Wahlkampfmanager Paul Manafort dementierte diese Fragen als unwahr, weil er selbst bei dem Treffen zugegen war. Der ehemalige CIA-Chef Michael Hayden stuft Trump als gefährlich und unberechenbar ein, vor allem in Bezug auf die Atomwaffen.

Der Immobilienmogul würde das Land mit eiserner Hand führen und abschotten. Die USA würden sich unter Trump wahrscheinlich zu einem isolierten Land entwickeln, was einen wirtschaftlichen Niedergang erlebt, auch landesweite Unruhen wären an der Tagesordnung.
Hoffen wir, dass die US-Präsidentschaftswahlen im November für die USA positiv enden und sich das Land nicht abschottet.

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / sgtphoto

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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