Taranis BAE Systems testet autonome Tarnkappen-Kampfdrohne

(Mystery News) Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat mit Taranis eine neuartige autonome Tarnkappen-Kampfdrohne entwickelt, die nach ihrem Erstflug im August 2013 erneut einen Testflug absolvierte und erfolgreich abschließen konnte. Das UCAV Taranis ist eine gemeinsame Entwicklung von BAE Systems, General Electric, Rolls-Royce, QinetiQ und dem britischen Verteidigungsministerium. Die Tarnkappentechnik, Flugsteuerung, Konstruktion und Flugerprobung steuert BAE Systems bei. Das Unternehmen QinetiQ zeichnet für die Künstliche Intelligenz (KI) von Taranis verantwortlich, GE Aviation Systems für die Avionik und Rolls-Royce rüstete die Tarnkappen-Drohne mit seinem Turbomeca Adour MK951 Turbofan Triebwerk aus. Im Juli 2010 wurde die Kampfdrohne erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Name Taranis entstammt der keltischen Mythologie und ist der Gott des Donners, Wetters und Himmels.

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Tarnkappen-Kampfdrohne Taranis flieg autonom

Die Tarnkappen-Kampfdrohne Taranis zählt zu den Flugzeugen der nächsten Generation, die autonom fliegen und Ziele selbstständig angreifen können. Das UCAV wurde Mitte Juli auf dem Gebiet der Woomera Test Range in Australien erneut getestet. Die Entwicklung der Tarnkappendrohne ist als geheim eingestuft. Taranis soll der Überwachung dienen und kann mit Waffen ausgerüstet werden, um Ziele selbstständig nach eigenen Ermessen mithilfe der KI, angreifen oder überwachen zu können. Der „Donnervogel“ ist das technologisch am weitesten entwickelte Flugzeug, welches jemals in Großbritannien gebaut wurde. Im Gegensatz zu anderen Ländern forciert Großbritannien trotz Brexit weiterhin die Entwicklung autonomer Waffensysteme. Autonome Waffensysteme gelten als umstritten, weil sie in weniger als zehn Jahren bereits dazu in der Lage sein werden, mit Einsatz ihrer KI vollständig selbstständig zu agieren.

Aktuell entscheidet noch der Mensch von einem Kontrollzentrum aus, ob eine Drohne wie die Lockheed Martin RQ-170 ein Ziel angreifen darf oder nicht. Im Design ähnelt Taranis der RQ-170 und der Northtrop Grumman X-37B. Die X37B ist allerdings ein experimenteller Raumgleiter und eine Waffenplattform, die seit 2010 insgesamt fünf Missionen unter strengster Geheimhaltung geflogen hat. Die Spezifikationen der Tarnkappentechnik der Taranis sind geheim, doch wie andere vergleichbare Tarnkappenflugzeuge, kann die Kampfdrohne nicht auf dem Radar entdeckt werden. Auf einer Pressekonferenz im Juni 2016 zeigte BAE Systems eine Simulation, in der die Tarnkappendrohne ein Kampfszenario nachstellte.

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In diesem Kampfszenario entschied Taranis eigenständig über einen Angriff und zerstörte feindliche Stellungen. Nach der Zerstörung der Stellungen kamen Kampfflugzeuge des Typs F-35 zum Einsatz. Die Bodencrew steuerte Taranis in diesem Szenario nicht selbst, sondern die Kampfdrohne handelte autonom. Nach Angaben von BAE Systems hat die Tarnkappendrohne ihre dritte Testphase erfolgreich abgeschlossen. Nach aktuellen britischen Gesetzen obliegt es einem menschlichen Piloten im Kontrollzentrum, ob Taranis ein Ziel angreifen soll oder nicht, doch die Gesetzeslage könnte sich in Zukunft ändern. Bei einer Änderung der Gesetze könnten autonome Drohnen und Waffensysteme künftig eigenständig über einen Angriff entscheiden.

Warnung vor autonomen Waffensystemen und Drohnen

Vor den Gefahren autonomer Waffensysteme und Drohnen haben über 1000 Experten in einem Brief gewarnt, unter ihnen der Physiker Stephen Hawking, die IT-Legende Steve Wozniak und der Erfinder Elon Musk. In dem Brief setzen sie sich für ein Verbot von Kampfrobotern und autonomen Waffensystemen ein. Die Organisation „Stop Killer Robots“, die aus 54 Nichtregierungsorganisationen aus 25 Ländern besteht, wird von namhaften Persönlichkeiten unterstützt.

Die Gefahr autonomer Waffensysteme wie Taranis besteht darin, dass sie mit ihrer KI selbst Entscheidungen treffen kann, und dabei könnten auch viele unschuldige Menschen zu Schaden kommen. Die Künstliche Intelligenz sollte einen „Notknopf“ erhalten, damit im Ernstfall der Mensch die Kontrolle behält, wenn eine Kampfdrohne außer Kontrolle geraten und zum Beispiel eigene statt feindliche Einheiten angreift. Der Notknopf sollte die KI unterbrechen und es ihr nicht erlauben, sich wieder zu aktivieren. In dem wenig erfolgreichen Actionfilm „Stealth – Unter dem Radar“ aus dem Jahr 2005 entwickelt ein autonomer Kampfjet namens EDI (Extreme Deep Invader) nach einem Blitzeinschlag ein eigenes Bewusstsein und gerät außer Kontrolle. Der Kampfjet ähnelt im Design sehr der Taranis und der X47B. Am Ende des Films wird EDI zwar über Nordkorea zerstört, doch die KI hat die Zerstörung überstanden.

Videos zu Taranis und autonomen Systemen

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https://www.youtube.com/watch?v=ecpLK8ZeZds

Beitragsbild: © Depositphotos.com / icholakov01

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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