Die Phlegräischen Felder – Europas Supervulkan

(Mystery News) Durch den letzten Ausbruch der Phlegräischen Felder im Jahr 1538 entstand der Berg Monte Nuovo. Diese süditalienische Region ist bis heute Europas Supervulkan, der jederzeit ohne Vorwarnung ausbrechen kann. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen ist anders als bisher angenommen, ein erheblicher kurzfristiger Druckanstieg in der Magmakammer vor einer Eruption möglich. Seit dem Jahr 1950 haben sich die Phlegräischen Felder, die in der Nähe von Neapel liegen, um ein paar Meter angehoben und lösen Erdbeben in der Region aus. Die ständigen Erschütterungen führten zur Evakuierung der Stadt Pozzuoli, die 40.000 Einwohner mussten ihre Heimatstadt wegen der Gefahr eines Vulkanausbruchs für Monate verlassen.

Wissenschaftler geben Entwarnung

Bist du bereit zum Überleben?

Fluchtrucksack – Die perfekte Packliste

Nach einer Analyse der Arbeitsgruppe von Michael Stock von der University of Oxford, sind die Erdbeben der Phlegräischen Felder kein Hinweis auf eine Eruption des Supervulkans. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass der Vulkan trotzdem ohne jede Vorwarnzeit ausbrechen kann. Die Ursache für solche Eruptionen sind Wasser oder Fluide und Gase wie Kohlendioxid. Die Fluide sind entweder in Gasblasen des Magmas eingebettet oder liegen gelöst in den Gesteinen der Phlegräischen Felder.

Im Verlauf der Jahre können sich die Gase in dem blasenhaltigen Magma ansammeln und zu einem gewaltigen Druckanstieg führen. Die Gasblasen drücken auf den Vulkanschlot und könnten ihn eines Tages wie den Deckel einer Mineralwasserflasche, mit mächtigen Getöse aufsprengen. Laut dem Forschungsergebnis sind die Fluide über einen langen Zeitraum nicht vorhanden, erst extrem kurze Zeit vor dem Ausbruch entweicht Gas und steigert den Druck auf den Vulkandeckel. Der Deckel kann dem Druck nicht mehr standhalten und bricht aus. Vor 4000 Jahren sind die Phlegräischen Felder auf diese Weise ausgebrochen.

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Bis zur Eruption des einzigen Supervulkans in Europa könnten nach Analysen der Wissenschaftler im Vorfeld ein paar Tage, wenn nicht sogar Wochen vergehen, in der sich das Magma mit Fluiden sättigt, was schließlich zum Vulkanausbruch führt. Die Arbeitsgruppe von Michael Stock empfiehlt daher, die Vulkangase auf kurzfristige Änderungen zu analysieren.

Die Stadt Neapel und ihre Umgebung zählen zu den bedrohtesten Regionen auf dem europäischen Kontinent, denn auch unter der Stadt liegen Bereiche der Phlegräischen Felder. In der Nähe befindet sich auch der Vesuv, der schon ein paar mal ausgebrochen ist und für Verwüstungen gesorgt hat. Die Frage, ob der Supervulkan eingeschlafen ist oder vor dem Erwachen steht, kann nicht mit hundertprozentiger Sicherheit beantwortet werden.

Supervulkane – eine Gefahr für die Menschheit

Auf der Erde gibt es mit dem Yellowstone und den Phlegräischen Feldern zwei der gefährlichsten Supervulkane, die früher oder später ausbrechen werden. Bei einem Ausbruch würden Millionen Menschen sterben und eine kleine Eiszeit sowie Missernten wären die Folge. Die größte Gefahr für die Menschheit geht vom Yellowstone Supervulkan aus, der zuletzt vor 70.000 Jahren ausgebrochen ist und die Erde zeitweise in eine Eiszeit versetzte. Die Welt könnte mit der Eruption des Yellowstone in eine verheerende Katastrophe stürzen, und der letzte große Ausbruch ist schon seit 640.000 Jahren überfällig, wie wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben.

Die Supereruption könnte laut Gutachten der Geological Society of London aus dem Jahr 2005 zu einer massiven Abkühlung des Klimas und zu jahrelangen Missernten und Hungersnöten führen. Eine Ascheschicht von einem Zentimeter zerstört laut Gutachten den Ernteertrag eines einzigen Feldes. Wie der US-Geologiedienst USGS (United States Geological Survey) im Jahr 2015 mitteilte, liegen die Chancen für einen Ausbruch des Yellowstone Supervulkans bei 1 : 700.000, auch spürbare Änderungen an der Oberfläche seien schon messbar. Die Vorwarnzeit bei einem eventuellen Ausbruch wäre dennoch zu kurz und entsprechende Notfallpläne habe die US-Regierung bislang nicht entwickelt.
Im Jahr 2016 kam es überraschend zu häufigen Erdbeben rund um den Yellowstone Supervulkan, doch in den Medien wurde darüber wenig bis gar nicht berichtet. Die Messanlagen für Erderschütterungen sollen zeitweise abgeschaltet worden sein und die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA bereitet sich offenbar auf eine solche Naturkatastrophe vor.
Bei einem Ausbruch der Phlegräischen Felder oder des Yellowstone Supervulkans würde sich unser Leben dramatisch verändern. Zur Vorbereitung empfiehlt sich ein Fluchtrucksack, um die ersten Tage nach dem Vulkanausbruch überleben zu können.

Videos zum Thema Supervulkan

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https://www.youtube.com/watch?v=sogOyxnYeEA
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Beitragsbild: © Depositphotos.com / Studioclover

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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