Drohen in den USA Unruhen?

(Mystery News) Vor dem Hintergrund der schrecklichen Polizistenmorde in Dallas, bei dem fünf weiße Polizisten gezielt von einem einzelnen Heckenschützen ermordet wurden, rief US-Präsident Barack Obama die Bevölkerung am 9. Juli 2016 auf einer Pressekonferenz zum Ende des NATO-Gipfels in Warschau zum Zusammenhalt auf. Die USA seien nicht gespalten, und er forderte die US-Bürger dazu auf, nach vorne zu schauen. Wie er auf der Pressekonferenz sagte, stehe der verrückte Einzeltäter, der die Angriffe in Dallas durchführte, genauso wenig für die Afroamerikaner wie der Schütze in Charleston für weiße Amerikaner oder der Schütze in Orlando oder San Bernardino für muslimische Amerikaner. Die Polizistenmorde würden von Schwarzen ebenso verurteilt wie auch die Polizeigewalt von Weißen an Schwarzen. US-Präsident Barack Obama wird zu Wochenanfang die texanische Metropole Dallas besuchen, um der Opfer zu gedenken und der Bevölkerung Mut zuzusprechen.

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Der Heckenschütze von Dallas war paramilitärisch ausgerüstet

Der Heckenschütze, der die Polizistenmorde in Dallas zu verantworten hat, heißt Micah Xavier Johnson und war paramilitärisch ausgerüstet. Er hat, den aktuellen Ermittlungen zufolge, seine verbrecherische Tat sorgfältig vorbereitet, den Angriff selbst hat er, laut seinem Tagebuch, im Garten seines Hauses trainiert. Als wahrscheinliches Motiv gilt der Hass auf Weiße. Seine Worte bei den Verhandlungen mit der Polizei deuten auf dieses Motiv hin, ebenso seine Facebook-Einträge. Der Täter wurde bei dem Gefecht mit der Polizei von einem Bombenentschärfungsroboter zur Strecke gebracht. Das war das erste Mal in der Geschichte der US-Polizei, dass ein Roboter gegen einen Attentäter eingesetzt wurde. In Deutschland wäre ein derartiger Robotereinsatz undenkbar. Die ermittelnden Polizisten fanden in Johnsons Wohnung eine Reihe von Waffen sowie paramilitärische Dokumente, darunter Anleitungen zum Bombenbau, außerdem noch Schutzwesten, Munition, afro-nationalistische Schriften und ein Handbuch zum Thema „Bewaffneter Kampf“. Den Ermittlungen nach war Johnson außerdem Afghanistan-Veteran.

In der Nacht zum Freitag erschoss Johnson in Dallas während einer Demonstration gegen Polizeigewalt aus dem Hinterhalt fünf Polizisten und verletzte zwei Zivilisten sowie fünf weitere Polizeibeamte.

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Ist die Gefahr von Unruhen gestiegen?

Wenn sich die Lage verschärft und weitere Morde an Weißen oder Schwarzen geschehen, könnte die Gefahr landesweiter Unruhen in den USA steigen. Sehr wahrscheinlich wird US-Präsident Barack Obama noch in dieser Woche eine Rede an die Nation halten und die Bürger zur Ruhe und zum Zusammenhalt aufrufen. Die Waffengewalt in den Vereinigten Staaten hat in den letzten Jahren massiv zugenommen und die Polizeigewalt gegen Bürger entwickelt sich besorgniserregend. Im Jahr 2015 wurden 1134 Menschen das Ziel von Polizisten, davon waren 577 weiß, 300 schwarz und 193 hispanisch. Über die zunehmende Polizeigewalt gegen Schwarze wird seit mehr als einem Jahr diskutiert, auch über eine Verschärfung der Waffengesetze wird einmal mehr debattiert. Die Militarisierung der US-Polizei im Rahmen des „1033-Programs“ dürfte einer der Gründe für das teilweise entschlossene Auftreten der Polizeibeamten gegenüber den Bürgern sein. Jedes Jahr werden über 40.000 Hausdurchsuchungen gezählt und die Razzia-Karte des Cato-Institut zeigt die aktuelle Entwicklung der umstrittenen Taktik der US-Polizeibehörden.

Die Spirale der Gewalt kann nur dann beendet werden, wenn eine Verschärfung der Waffengesetze erfolgt und der Dialog zwischen Schwarz und Weiß verbessert wird. Wenn dies jedoch nicht gelingt, dann könnte es in naher Zukunft zu Unruhen kommen, im schlimmsten Fall droht eine gesellschaftliche Spaltung der USA. Das Überwachungssystem TrapWire spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen Kriminalität, Terror und Gewalt. Die US-Sicherheitsbehörden wie das FBI werden ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen, um Unruhen bereits im Vorfeld zu verhindern. Nach den Polizistenmorden von Dallas kam es in zahlreichen US-Städten zu gewalttätigen Ausschreitungen und zur Festnahme von mehr als 200 Demonstranten.

In naher Zukunft ist es vorstellbar, dass vor allem in den Städten Ausgangssperren verhängt und Menschenansammlungen als vorbeugende Maßnahme gegen Unruhen verboten werden. Der Verschwörungstheoretiker Alex Jones warnt davor, dass sich die USA zu einem Polizeistaat entwickeln, und es könnte tatsächlich so kommen, wenn die Politik jetzt nicht die richtigen Schritte zur Eindämmung der Gewalt unternimmt.

Videos zum Thema Polizeigewalt und Unruhen in den USA

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / jpldesigns

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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