Spielsucht – eine oft unterschätzte Sucht

Beim Wort Sucht denken die meisten Menschen an Alkohol, Medikamente oder an Drogen, aber auch Spielen kann abhängig machen. Gemeint ist das Glücksspiel, das der Spieler nicht mit der Hilfe seiner Intelligenz beeinflussen kann. Glücksspiele dienten ursprünglich einmal der Unterhaltung und der Reiz dieser Spiele ist bis heute ihr zufälliger und immer unbestimmter Ausgang. Das macht die Faszination von Glücksspielen aus und sorgt dafür, dass aus einem anfänglich zwanglosen Vergnügen eine Sucht wird. Seit 2001 ist das sogenannte pathologische Glücksspiel eine von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern anerkannte Krankheit.

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Wann liegt eine Sucht vor?

Wie bei fast allen Süchtigen, so wird auch derjenige, der spielsüchtig ist, sich dieses Verhalten nicht eingestehen. Spielsucht liegt aber immer dann vor, wenn das Spiel eine Art Katalysator für alle Probleme des Alltags und alle negativen Gefühle wird. Ein Spielsüchtiger wird jede Gelegenheit wahrnehmen, um zu spielen, und er wird dabei seine Familie, seinen Beruf und seine sozialen Kontakte immer mehr vernachlässigen. Der Übergang von einem harmlosen Spielchen bis hin zu einem ernsten Suchtproblem ist in den meisten Fällen fließend und weder der Spieler noch seine Angehörigen werden sofort merken, dass etwas nicht stimmt.

Welche Symptome deuten auf eine Spielsucht hin?

Jede Sucht hat ihre Symptome und bei der Spielsucht ist das ebenso wie bei einer Alkohol- oder Drogensucht. Die Betroffenen zeigen oftmals folgende Symptome:

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  • Hartmut Grosser
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  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Oft keine Zeit mehr für Freunde und Familie
  • Sie leihen sich häufig Geld im Freundeskreis oder auch bei Kollegen
  • Sie werden unzuverlässig und leiden unter Stimmungsschwankungen
  • Sie belügen ihr soziales Umfeld

Spielsucht ist heute weitaus mehr als eine Randerscheinung. Bei einer Umfrage, an der 1000 Menschen zwischen 18 und 60 Jahren teilgenommen haben, offenbart sich, wie groß die Gefahr ist, spielsüchtig zu werden. 38 % gaben an, gelegentlich zu spielen, 29 % spielen hingegen regelmäßig. Sieben Prozent spielen ausschließlich in einem Casino und neun Prozent spielen in einer Spielothek. Fünf Prozent sogar jeden Tag und 21 % versuchen sich einmal in der Woche im Glücksspiel. Die größte Gruppe, nämlich 37 %, spielen gerne Lotto und 13 % schließen Sportwetten ab. Vor allem diejenigen, die jeden Tag spielen, sind extrem suchtgefährdet, denn wer den Drang verspürt, jeden Tag spielen zu müssen, der spielt nicht mehr nur zu seinem Vergnügen.

Das eigene Verhalten beobachten

Auch wenn es sich viele Betroffene nicht eingestehen wollen, es gibt Alarmzeichen, die man nicht einfach übersehen kann. So entwickeln die Spielsüchtigen Verhaltensweisen, die vom gewohnten Persönlichkeitsbild immer weiter abweichen. Für einen Süchtigen wird das Spielen zu einer Notwendigkeit, gespielt wird mit immer größeren Summen, damit sich der gewünschte Glückseffekt wieder einstellt. Ein Süchtiger verliert immer mehr die Kontrolle, es gibt immer häufiger erfolglose Versuche, das Spiel zu kontrollieren, es einzuschränken oder ganz aufzugeben. Auch die Gedanken werden mehr und mehr vom Glücksspiel eingenommen. Spielsüchtige beschäftigen sich mit dem Spiel, sie machen Pläne, wie es beim nächsten Mal ausgehen könnte oder sie denken darüber nach, woher sie das Geld für ihre Sucht bekommen.

Wege aus der Sucht

Wer seine Suchtprobleme ernsthaft in den Griff bekommen möchte, der wird eine Reihe von Möglichkeiten finden. So gibt es zum Beispiel Beratungsstellen im Internet, die kostenfrei und anonym helfen. Das Angebot reicht von einer persönlichen Beratung bis hin zu Gesprächsforen, in denen sich die Betroffenen austauschen können. Auch Suchtberatungsstellen und psychosoziale Stellen bieten ihre Hilfe an und helfen bei der Suche nach einer passenden Therapie. Bei diesen Anlaufstellen sind auch die Angehörigen jederzeit willkommen. Alles, was dort besprochen wird, ist vertraulich und ohne das Einverständnis erfahren weder der Arbeitgeber noch andere von den Problemen. Eine andere Möglichkeit von der Sucht loszukommen bieten Selbsthilfegruppen, die ähnlich wie die Anonymen Alkoholiker agieren und anbieten, mit der Hilfe einer Gruppentherapie die Spielsucht zu überwinden.

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / icsnaps
Infografik: © www.onlinecasinofuchs.de

Über den Autor Ulrike Dietz

Ulrike Dietz ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. In ihrer Freizeit liest Ulrike gerne am liebsten Thomas Mann, Charles Dickens und Theodor Fontane.

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