Wald von Aokigahara – Ort der Selbstmörder

Das Waldstück Aokigahara in Japan birgt ein schreckliches Geheimnis. Seit rund 56 Jahren ist dieser Ort am Fuß des größten japanischen Berges Fuji beliebt bei Selbstmördern. Die Landschaft wirkt romantisch und wird von den Einheimischen gerne als ein „Meer aus Bäumen“ bezeichnet. Der Wald ist unübersichtlich und erinnert an ein unheimliches Labyrinth, der ein mysteriöses Magnetfeld haben und in dem spuken soll.

Roman als Vorbild

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Der Roman „Der Wellenturm“ des Bestseller-Schriftstellers Matsumoto Seicho dient offenbar vielen Selbstmördern, die in Aokigahara ihrem Leben ein Ende setzen wollen, als düsteres Vorbild. In der Geschichte begeht eine Frau ihren Selbstmord vor der schneebedeckten Kulisse am Fuße des Fuji aus unerfüllter Liebe zu einem Mann. Die Politik hat auf diese Entwicklung schon reagiert und stellte Hinweisschilder mit Informationen zur Telefonseelsorge auf. Zusätzlich patroulliert geschultes Personal durch Aokigahara, um lebensmüde Menschen davon abzuhalten sich mit einem Suizid das Leben auszuhauchen. Die Helfer kommen in den meisten Fällen aber zu spät und finden nur leblose Körper vor. Allein im Jahr 2003 wurden 105 Tote gezählt.

Im Wald von Aokigahara kein unbeschwerter Waldspaziergang

Die Dunkelziffer der Toten von Aokigahara wird deutlich höher geschätzt, weil viele Leichen wegen des dichten Waldes unentdeckt bleiben. Im Jahr 2010 wurden 247 Selbstmordversuche gezählt und davon waren 54 leider von Erfolg gekrönt. Aokigahara wirkt auf jene, die den Wald betreten mystisch und unheimlich, doch zugleich schön und einzigartig. Das japanische Militär nutzt die Region regelmäßig für gemeinsame Übungen mit der US-Armee und konnte trotz zahlreicher Berichte über mysteriöse Erscheinungen in dem Wald keine besonderen Vorkommnisse registrieren. In Aokigahara soll sich ein unheimliches Magnetfeld befinden, welches Kompasse und Elektronik extrem negativ beeinflussen soll. Die Existenz dieses Magnetfeldes konnte bis heute nicht nachgewiesen werden.

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Ein unbeschwerter Spaziergang in Aokigahara dürfte den meisten Menschen schwer fallen, weil der Wald die Leichen der Selbstmörder beherbergt. Wer eine Leiche findet und den Fund der örtlichen Polizeibehörde meldet, muss eine Nacht Totenwache halten. Die Totenwache dient dazu, der Seele des Suizidopfers Ruhe zu geben, damit sie in den Himmel aufsteigen kann.

Beheimatet ist Aokigahara zwischen den Gemeinden Fujikawaguchiko und Narusawa, die sich in der Präfektur Yamanashi befinden. Die Größe des undurchdringlichen Waldstücks beläuft sich auf 35 Quadratkilometer. Die Narusawa-Eishöhle ist in der Nähe zu finden. Seit dem 24.Februar 1927 ist Aokigahara ein Naturdenkmal und erhielt die Bezeichnung „Urwald des Fuji und Aokigahara-Wald“. Rund um den unheimlichen Wald ranken sich Mythen, Sagen und Geistergeschichten.

Eine Absperrung des Waldstücks könnte die Selbstmorde lebensmüder Menschen künftig verhindern, doch dies wäre wegen der Größe von Aokigahara schwierig umzusetzen und bis heute sind auch keine Pläne bekannt nach denen der Wald abgesperrt werden soll. Alternativ wäre die Installation einer Überwachungsstation verbunden mit Kameras denkbar, die helfen könnte das Problem der Suizide zu lösen. Die lückenlose Überwachung des Waldlabyrinths Aokigahara wäre eine sehr komplexe Aufgabe, die selbst mit modernster Technik wie Drohnen, Bewegungssensoren oder speziellen Überwachungskameras nicht optimal gelöst werden könnte.

Informatives Video zum Aokigahara Wald:

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https://www.youtube.com/watch?v=ZMFfEaTPdf8

 
Beitragsbild: © Depositphotos.com / sepavone

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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