US-Nationalparks – Das Rätsel der vermissten Menschen

(Mystery News) In den US-Nationalparks verschwinden seit 150 Jahren immer wieder Menschen unter mysteriösen Umständen. Die Ranger in den Nationalparks waren ratlos und beauftragten den Buchautor und Ex-Polizisten David Paulides, die Hintergründe zu recherchieren. Er schrieb daraufhin das Buch „Missing 411“, was im Detail jeden vermissten Menschen der vergangenen 150 Jahre auflistet. Einige Personen wurden unter merkwürdigen Umständen gefunden und andere tauchten niemals mehr auf.

David Paulides recherchierte mehr als drei Jahre lang und investierte über 7000 Stunden in die Recherche, um herauszufinden, was mit den Menschen geschah, die in den Nationalparks und Wäldern Nordamerikas auf einmal verschwanden und als „Vermisst“ gemeldet wurden. Sein Buch „Missing 411“ erschien im März 2012 in den zwei Ausgaben „Missing 411 – Eastern United States“ für die östlichen US-Staaten und „Missing 411 – Western United States“ für die westlichen US-Bundesstaaten.

Warum verschwanden die Menschen?

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Im Rahmen der Recherche für sein Buch stellte David Paulides fest, dass unter den Vermissten auch viele Kinder waren, die unter höchst ungewöhnlichen Umständen verschwanden. Die Eltern der Kinder und die Ermittlungsbehörden vermuteten Kidnapping hinter dem Verschwinden. Zu dieser Schlussfolgerung kamen sie, nachdem nach wochenlanger Suche keine Hinweise über den Verbleib ihrer Kinder gefunden wurden.

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Sie vermuteten, dass die Opfer in den abgelegenen Regionen der US-Nationalparks von irgendjemanden verschleppt wurden, der oder die Täter könnten in Wäldern, auf Bauernhöfen oder Ranches lauern. Jede vermisste Person ist in „Missing 411“ einzeln aufgelistet, und zwar mit einem Ergebnis der Nachforschungen, was mit ihr passiert sein könnte.

Die für die US-Nationalparks zuständigen Behörden hüllen sich zu der mittlerweile recht hohen Anzahl verschwundener Menschen in Schweigen und verweigern konkrete Auskünfte. Der Buchautor konnte 28 verschiedene Regionen ermitteln, in denen Menschen ohne jede Spur verschwunden sind. Spurlos verschwanden jedoch nicht nur einzelne Personen, oft tauchten auch ganze Gruppen niemals wieder auf. In ein paar Fällen verschwanden sogar Gruppen von mehr als 30 Personen oder es wurden Menschen aus einer Gruppe entfernt.

Unheimlich und rätselhaft

Das Mysterium der vermissten Menschen in den US-Nationalparks bleibt rätselhaft und lässt einen erschaudern. Von den Kindern, die vermisst waren und wiedergefunden wurden, konnte einige nicht reden, entweder waren sie zu klein, um sich verständlich zu machen oder nicht fähig zu erklären, was mit ihnen passiert ist. Die Ermittlungsbehörden mussten bei der Durchsuchung der meist schwer erreichbaren Orte ihre Nachforschungen im überwiegenden Teil der Fälle ergebnislos einstellen.

Zu dem Verschwinden der Menschen hat der National Park Service (NPS), eine dem US-Bundesinnenministerium unterstellte Bundesbehörde, die für alle Nationalparks in den USA verantwortlich ist, bis heute keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Andere Bundesbehörden wie das FBI, schweigen ebenfalls zu dem Thema.
Neben den Nationalparks verwaltet der NPS auch historische Parks, Gedenkstätten, Erholungsgebiete, Flüsse und Küstenabschnitte, die insgesamt eine Fläche von 336.000 Quadratkilometern umfassen.
Manche wieder aufgetauchte Menschen berichten, dass sie menschenähnlichen Riesen in den Wald gefolgt sind. Verschwunden sind Kinder, erfahrene Wanderer, Spaziergänger, Jugendliche und ältere Menschen. David Paulides vermutet Waldmenschen, Bigfoot oder Tier-Mensch-Hybriden als Verantwortliche hinter den Hunderten von vermissten Personen.

Aktueller Fall – Fauna Jackson

Einer der aktuellen Fälle zu diesem Thema ist die 16-jährige Teenagerin Fauna Jackson, die während eines Ausflugs in den Grand-Teton-Nationalpark (US-Bundesstaat Wyoming) verschwand und zwei Tage später von einer Suchmannschaft völlig verändert wiedergefunden wurde. Die junge Frau wollte sich während des Ausflugs erleichtern und verschwand dafür im Gebüsch, wie die „Washington Post“ am 8. August 2016 berichtete.

Sie verschwand spurlos, worauf sofort eine Gruppe von über 100 Personen zwei Tage lang nach Fauna suchte und sie tatsächlich fand. Die Schülerin befand sich auf einer Aussichtsplattform mit einem Blick auf den Snake River. Das Mädchen war unverletzt, es hatte sich umgezogen und ihre hellbraunen schulterlangen Haare abgeschnitten. Als Fauna Jackson ihre Retter erblickte, ergriff sie zur Überraschung der Retter die Flucht. Sie wurde jedoch eingeholt und in die nächste Klinik gebracht.

Wieso die hübsche Teenagerin verschwand und was in den zwei Tagen ihres Verschwindens passierte, bleibt bisher unbeantwortet. Auf ihrer Flucht benutzte Fauna Jackson weder ihr Handy noch ihre Kreditkarte. Nach Angaben ihrer Familie und Freunde sei dieses Verhalten sehr auffällig und völlig entgegensetzt, da sie eigentlich eine freundliche und zuverlässige Teenagerin ist. Ein Lehrer der Schülerin vermutet, dass ihr Verschwinden nicht freiwillig war. Das FBI hat nun mit den Ermittlungen begonnen, um das Rätsel zu lösen.

Videos zum Thema

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / somchaij

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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