Tabbys Stern KIC 8462852 erneut verdunkelt

(Mystery Weltall News) Der mysteriöse Stern KIC 8462852 (Tabbys Star – Tabbys Stern) gibt der Forschung weiterhin Rätsel auf und zeigte Ende April eine erneute tagelange deutliche Verdunkelung, berichtete das „Science Magazine“ in einem Artikel vom Mai diesen Jahres. Die Wissenschaft stellte Ende Mai den Grad der Verdunkelung fest und diese belief sich mit drei Prozent auf einer beeindruckenden Höhe, die über Tage hinweg bestand. Erst am Montag darauf zeigte KIC 8462852 seine vorherige Helligkeit. Erstmals konnten Wissenschaftler weltweit die Phase der Verdunkelung in Echtzeit beobachten und wichtige Daten zu dem geheimnisvollen Stern sammeln. Entdeckt wurde der Stern von der Astronomin Tabetha Boyajian, die im September 2015 eine wissenschaftliche Abhandlung zu dem Hauptreihenstern der Spektralklasse F, der im Sternbild Schwan beheimatet ist, veröffentlichte. Seinen Namen „Tabbys Star“ erhielt KIC 8462852 wegen der Veröffentlichung der Hauptautorin Tabetha Boyajian. Tabbys Stern ist rund 454 Parsec und damit umgerechnet 1480 Lichtjahre von der Erde entfernt. Hinter der Verdunkelung werden Kometenschwärme oder eine außerirdische Megastruktur vermutet. Der neuesten Erklärung zufolge könnte ein Ringplanet und Asteriodenströme die rätselhaften Lichtmuster von Tabbys Star verursachen.

Vor vier Jahren erste Verdunkelung

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Nach seiner Entdeckung durch das Kepler Teleskop zeigte KIC 8462852 im Jahr 2013 eine erste Phase der Verdunkelung, die von Tabetha Boyajian und dem Astronomen Jason Wright beobachtet wurde. Auf Twitter berichtete Wright über die Verdunkelungsphase, die in der Vergangenheit seiner Einschätzung nach schubweise erfolgt sein muss. Wie Wright berichtete Boyajian darüber, wie heterogen die Verdunkelungsphase abläuft.

Seit vier Jahren wird das Ereignis ausgewertet und seit Oktober 2015 gibt es immer wieder Spekulationen darüber, welche Ursache für die Helligkeitsschwankungen verantwortlich sind. Jason Wright brachte eine Megastruktur in Form einer Dysonsphäre ins Spiel, die mit Sonnenkollektoren unvorstellbarer Größe den Stern KIC 8462852 umgeben könnten. Wahrscheinlicher sei allerdings eine wissenschaftliche Erklärung und weniger eine außerirdische Ursache. US-Astronomen fanden heraus, dass sich Tabbys Star über einen Zeitraum von vier Jahren um drei Prozent verdunkelte und dies erschwert natürliche Erklärungsversuche. In einer anderen Studie wurde berichtet, dass KIC 8462852 seit mehr als einem Jahrhundert dunkler wird, doch eine in der Zwischenzeit aufgetauchte Analyse widersprach dieser Auffassung und konnte keine Verdunkelung im genannten Zeitraum von 100 Jahren feststellen.

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Wissenschaft sucht Erklärungen

Die Wissenschaft bleibt dem Stern gegenüber skeptisch und konnte bis heute nicht erklären, wie KIC 8462852 verdunkelt wird und welchem Zweck diese Verdunkelung dienen könnte. Die Idee einer Dysonsphäre hat eine gewisse Logik, auch wenn Zweifel über eine technische Realisierung eines solchen gewaltigen Projekts bestehen. Der Bau einer Dysonsphäre würde Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte dauern und den Erbauern am Ende eine ergiebige Energiequelle liefern. Wenn es sich um eine Dysonsphäre handelt, dann würden ihre gigantischen Sonnenkollektoren das Sonnenlicht von KIC 8462852 einsammeln und die außerirdische Zivilisation hinter der Megastruktur mit Energie versorgen.

Einen Ringplaneten unglaublicher Größe und Asteroidenschwärme vermutet das Forscherteam des Wissenschaftlers Fernando Ballesteros, der für die Universitat de València in Katalonien arbeitet, hinter dem Lichtmuster des Sterns. Die erwähnten Asteroidenschwärme werden wissenschaftlich Trojanerasteroiden genannt und umgeben in unserem Sonnensystem den Riesenplaneten Jupiter. Der Ringplanet könnte den Wissenschaftlern um Ballesteros zufolge ein gewaltiger Gasplanet sein, der die fünffache Größe des Jupiters haben könnte.

Die Autoren der Ringplanet-Theorie verweisen in ihrer Arbeit auf gewisse Probleme, die ihre Theorie in einem anderen Licht erscheinen lassen. Das Hauptproblem sei der Größenmaßstab und darauf basierend müsste der theoretische Gasplanet eine derartige Größe haben, dass er ein kleiner Stern sein könnte. Der Asteroidenschwarm müsste eine größere Masse als der Jupiter aufweisen.

Die Vorstellung einer Megastruktur in Form einer Dysonsphäre ist hochinteressant und doch bleiben hier Fragen offen. Die verantwortliche außerirdische Spezies müsste technologisch enorm fortgeschritten sein, um eine solche mächtige Struktur erbauen zu können. In der Folge „Besuch von der alten Enterprise“ in „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“ spielt eine Dysonsphäre eine wichtige Rolle und in der Serie „Star Trek Enterprise“ sind ebenfalls derartige Megastrukturen zu sehen.

Videos zum Thema KIC 8462852

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / kevron2002

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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