Stealthschiff USS Zumwalt auf Jungfernfahrt

Die US-Marine hat mit der USS Zumwalt einen von drei Stealth-Zerstörern auf die Jungfernfahrt geschickt. Das Stealthschiff erinnert wegen seines Designs an ein Raumschiff auf dem Wasser und soll für das Radar unsichtbar sein.

Stealthschiff USS Zumwalt im Detail

Der US-Stealthzerstörer USS Zumwalt misst 186 Meter Länge und hat eine Wasserverdrängung von 16.000 Tonnen Wasser. Ausgerüstet wurde das gigantische Stealthschiff mit hochmodernen Lenkwaffen, Radarsystemen und Laserkanonen. Die Waffensysteme sollen Gegner auf dem Wasser, Luft und Unterwasser zerstören. Waffentechnisch verfügt das Tarnkappenschiff über 80 Abschussrampen, zwei Maschinenkanonen und zwei 155 Millimeter-Kanonen. Vier Hubschrauber oder Drohnen können auf dem Schiff landen und für Lufteinsätze eingesetzt werden.

Bemannt ist die USS Zumwalt mit einer minimalen Besatzung, weil das Stealthschiff zum Großteil automatisiert funktioniert. Der geringe Personalaufwand erlaubte es den Zerstörer mit zusätzlichen Waffen auszurüsten. Die Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse sollten im großen Umfang durch die Zumwalt-Klasse ersetzt werden, aber wegen enorm gestiegener Kosten sind nur drei Stealthschiffe gebaut worden.

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Die Ausgaben für alle drei Schiffe dürften sich Schätzungen zufolge auf bis zu 22 Milliarden US-Dollar belaufen und würde einem Stückpreis von über 7 Milliarden US-Dollar entsprechen. Geplant war der Bau von 32 Stealthschiffen. Von der Arleigh-Burke-Klasse besitzt die US-Marine insgesamt 62 Exemplare und deren Lebensdauer soll mit einem Modernisierungsprogramm verlängert werden, bevor in der Zukunft ein Ersatz für sie in Form einer neuen Zerstörerklasse.

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Auf Laserkanonen und Railguns muss die USS Zumwalt erst einmal verzichten, weil sich diese Waffensysteme noch in der Entwicklung befinden und erst in ein paar Jahren verfügbar sein werden. Die bisherigen Baukosten des Stealthzerstörers beliefen sich auf 4,4 Milliarden US-Dollar und dürften mit der offenbar geplanten Installation der zwei genannten futuristischen Waffensysteme weiter steigen.

Das Design der USS Zumwalt erinnert weit entfernt an die USS Merrimac, die im US-Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten im Einsatz und das erste Panzerschiff der Welt war. Die USS Merrimac wurde als Blockadebrecher eingesetzt und kämpfte gegen die USS Monitor, dem Panzerschiff der Nordstaaten. Beide Schiffe gingen verloren.

Stealthtechnik in der Marine

Weltweit setzen die Marinen der Welt auf Schiffe mit Tarnkappeneigenschaften. Der schwedische Rüstungs- Luft- und Autokonzern Saab entwickelt mit Kockums A26 ein Tarnkappen-Unterseeboot für die Marine Schwedens. Das U-Boot ist rund 63 Meter lang und verfügt über den so genannten Ghost-Mode. Die Bezeichnung Ghost bedeutet Genuine Honistic Stealth und ist ein Konstruktionskonzept, welches nach Angaben des Herstellers für eine schwere Ortung des Unterseeboots sorgt. Die Hülle des Stealth-Unterseeboots wurde mit einer speziellen Abdeckung oder Beschichtung versehen, die Sonarstrahlen und Radarwellen absorbieren kann.

Jedes bewegliche Teil auf dem U-Boot wurde gummiert und die an Bord befindlichen Maschinen verkapselt. Die Verkapselung schluckt die Vibrationen, welche die Stirling- und Dieselmaschinen erzeugen. Ein Entgausungssystem passt die Magnet-Signatur der Kockums A26 der Umgebung an, indem das Metall polarisiert wird. Die Tauchgänge sollen drei Wochen am Stück dauern und das Tarnkappen-Unterseeboot für Spezialeinsätze eingesetzt werden. Die schwedische Marine kann die Kockums A26 basierend auf die geplanten Einsätze aufrüsten. Zwei Stealth-Unterseeboote wurden bestellt und soll die Marine innerhalb der kommenden vier Jahre erhalten.

Die russischen Mehrzweckkorvetten der Stereguschtschi-Klasse besitzen Stealth-Eigenschaften und dienen dem Schutz der 200 Meilen Wirtschaftszone Russlands. Es wurden vier Einheiten gebaut und in Dienst gestellt. Die Seawraith der britischen Marine ist der Entwurf eines Tarnkappenschiffs und verfügt über eine minimale Radarsignatur, um in gegnerischen Gewässern unentdeckt zu bleiben.

Die Forschung, Entwicklung und Bau von Stealthschiffen kostet erhebliche Milliardensummen, weshalb nur wenige Schiffe und Unterseeboote mit Tarnkappentechnik gebaut werden können. Jedes Stealthschiff der Zukunft wird über Laserwaffen, Railguns und Raketensysteme verfügen. In hundert Jahren könnte ein Stealthschiff mit einem Tarnkappenschild auch für das Auge unsichtbar werden.

Beitragsbild: © Depositphotos.com / swisshippo

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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