Sind Fema Camps real oder Fiktion?

Im Internet kursiert seit Jahren eine unheimliche Verschwörungstheorie, nach welcher die nationale US-Katastrophenschutzbehörde FEMA im ganzen Land so genannte FEMA-Camps errichtet haben soll. Landesweit sollen es 800 Lager sein, die angeblich für eine große Katastrophe erbaut wurden und Platz für Millionen Bürger bieten. Das Gerücht zu den Fema-Camps besteht seit rund sieben Jahren und hat seine Quelle im H.R. 645 National Emergency Centers Establishment Act des US-Kongresses vom 22.Januar 2009, der unter https://www.govtrack.us/congress/bills/111/hr645/text nachgelesen werden kann.

Das Gesetz räumt der FEMA weitreichende Rechte zur Errichtung von Flüchtlingscamps im Fall einer Katastrophe oder anderer Geschehnisse. In den USA besitzt ausschließlich die FEMA das notwendige Fachwissen um solche Camps entlang ihrer so genannten Distrikte zu erbauen. Die Fema Camps sind praktisch mit Flüchtlingsheimen vergleichbar, befinden sich allerdings auf militärischen Gelände und sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Fema Camps, Google Earth und Rex 84

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Die 3D-Geosoftware Google Earth ist sehr beliebt und dort entdeckten Nutzer hunderte Fema Camps und steht damit Skeptikern gegenüber, die in den entdeckten Gebäudekomplexen eine Verschwörung zwischen Staat und Google sehen. Die Skeptiker glauben, dass Google mit der US-Regierung unter einer Decke steckt und die umstrittenen Fema Camps vor den Nutzern verbirgt.

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Im Zusammenhang mit den Fema Camps steht der Readniss Act 1984 oder kurz Rex 84, der im Jahr 1984 unter der Reagan-Regierung von Oliver North und FEMA Deputy Director John Brinkerhoff verabschiedet wurde. Die 1980er-Jahre waren durch massive US-Interventionen in Lateinamerika geprägt, die international scharf kritisiert und von US-Geheimdiensten durchgeführt wurden. Das Rex 84 sah die präventive Inhaftierung von Menschenrechtsaktivisten, Antikriegsaktivisten und Einwanderern aus Lateinamerika vor. Das Programm richtete sich gegen Bürgerrechtsgruppen, Anti-Kriegsgruppen, Gewerkschaftern, Zuwanderer und Minderheiten. Das Gesetz wurde zum Glück nie umgesetzt und keine der genannten Personengruppen inhaftiert.

Die USA unterhielten allerdings im zweiten Weltkrieg im Landeszentrum einige Internierungslager, in welche über 100.000 US-Bürger japanischer Abstammung interniert wurden. Die japanischen Amerikaner wurden damals gewaltsam von der US-Westküste in das Landesinnere verlegt mit der Begründung, dass sie Japan im Krieg gegen die USA unterstützen würden. Basierend auf diesem dunklen Kapitel der US-Geschichte vermuten Verschwörungstheoretiker, dass die US-Regierung derartige Lager und damit sind Fema Camps gemeint, erneut errichten könnte.

Fema Camps real?

Die reale Existenz der Fema Camps konnte bis heute nicht mit letzter Gewissheit bewiesen werden, weil sich Fotos fälschen lassen und auf Youtube existierende Videos zu dem Thema mit Skepsis geschaut werden sollten. Im Jahr 2015 sorgte die Militärübung »Jade Helm 15« für Aufmerksamkeit, die vom 15.Juli bis 15.September 2015 in 9 US-Bundesstaaten stattfand. Nach offizieller Darstellung trainierten die teilnehmenden Soldaten während dieser Militäraktion für eine bessere Anpassung auf unbekannten Gebieten. Die Soldaten agierten entweder offen als militärische Besatzer oder getarnt als normale Bürger. Die Verschwörungstheoretiker sehen in Jade Helm 15 eine vorbereitende Operation um Bürgerrechte einzuschränken. Künstliche Intelligenz mit der Bezeichnung Skynet kam bei der Militärübung ebenfalls zum Einsatz.

Die Bürger sollen mit Jade Helm 15 offenbar auf Militärpräsenz in der Öffentlichkeit gewöhnt werden, wie Kritiker vermuten. In diesen Zusammenhang wäre es denkbar, dass Menschen die gegen die US-Regierung sind in Fema Camps interniert werden. In logischer Betrachtung würde sich aber jeder Bürger gegen eine solche Behandlung wehren und deshalb muss die Existenz der Fema Camps mit gewisser Skepsis bezweifelt werden.

Im Fall einer verheerenden nationalen Katatstrophe bei der Unruhen unter den Bürgern drohen, wie zum Beispiel einem Megabeben (wie das New Madrid Erdbeben von 1811), dem Ausbruch des Yellowstone-Supervulkans oder massiven Terroranschlägen werden alle Behörden der Katastrophenschutzbehörde FEMA unterstellt, damit die US-Regierung effektiv arbeiten und die Ruhe in der Bevölkerung bewahrt bleibt.

Die Zukunft wird zeigen, ob die Fema Camps tatsächlich existieren oder reine Fiktion einer unheimlichen Verschwörungstheorie sind.

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / danielfela

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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