NASA – Mars war wie die Erde

Die US-Weltraumbehörde NASA veröffentlichte am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Mars. Der rote Planet sei einst wie die Erde gewesen und hätte über eine atembare Atmosphäre verfügt. Die dichte Atmosphäre wurde Messungen der US-Raumsonde Maven zufolge wegen Sonnenstürmen so dünn und verwandelte den Mars in einen Wüstenplaneten mit kalten Temperaturen.

Raumsonde Maven findet Hinweise

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Seit dem Jahr 2014 umkreist die Raumsonde Maven den roten Planeten und stellte dabei fest, dass der Mars durch massive Sonneneruptionen seine Atmosphäre nach und nach verliert. Die gewaltigen Sonnenstürme treffen mit hoher Geschwindigkeit auf die Mars-Atmosphäre und schleudern Teile von ihr in den Weltraum. Bei einer Messung registrierte die Sonde einen Sonnensturm und deren Auswirkungen auf den Mars. Es wurden so genannte magnetische Schläuche in der Lufthülle festgestellt, die bis zu fünf Kilometer hinaus in den Weltraum reichen. Elektrisch geladene Moleküle wie Sauerstoffionen und Kohlendioxid-Ionen können durch diese Magnetschläuche einfacher ins Weltall entweichen.

Die ehemals dichte Atmosphäre sorgte auf dem Mars für milde Temperaturen, Seen, Flüsse und Wasser. Auf dem Wüstenplaneten sind die Temperaturen mit durchschnittlich 63 Grad Celsius bitterkalt. Die NASA entdeckte vor wenigen Wochen flüssiges Wasser auf dem Mars, welches allerdings nur sporadisch und unter bestimmten Bedingungen auftaucht.

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Im Rahmen ihrer Mission flog Maven in die Atmosphäre und fand dabei heraus, dass die planetare Kruste eine zentrale Rolle für das Magnetfeld spielt. Die Forscher entdeckten sogar weitreichende Polarlichter auf dem Mars, die nur bis zu 60 Kilometer von der Planetenoberfläche entfernt sind.

Bei ihrer Analyse fand die Raumsonde weiterhin eine geheimnisvolle Staubwolke, die den Planeten in einer Höhe von bis zu 1000 Kilometern umgibt. Der Staub kommt bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht vom Mars, sondern entstammt einer fremden Quelle im Solarsystem. Die Art der Quelle ist unbekannt, aber es könnte sich durchaus um einen kleinen Planeten oder Asteroiden handeln, der Staub abgibt und von der Mars-Atmosphäre angezogen wird.

Bemannte Missionen zum Mars geplant

In 20 Jahren sollen die ersten Menschen zu unserem roten Nachbarplaneten fliegen und dort langfristig eine Kolonie aufbauen. Der bemannte Raumflug soll in drei Stufen erfolgen und schließlich im Jahr 2035 stattfinden. Das neuentwickelte Raumschiff Orion soll die Besatzung zum Mars fliegen und auf der Marsoberfläche Unterkünfte mit 3D-Druckern entstehen. Langfristig soll eine von der Erde unabhängige Marskolonie entstehen und dies wäre der erste dauerhafte planetare Außenposten der Menschheit. Die Kolonisten müssten sich auf lange Sicht gesehen selbst mit Lebensmitteln versorgen, indem Getreide, Obst und Gemüse unter Biosphären angebaut wird. In der Science-Fiction-Serie »Babylon 5« kommt es zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden Marskolonie und der Erde zu einem kriegerischen Konflikt in deren Folge der Mars tatsächlich autonom wird. Der aktuelle Kinofilm »Der Marsianer« mit Matt Damon in der Hauptrolle thematisiert eine bemannte Marsmission. Bei dieser Mission wird er auf dem roten Planeten von seiner Mannschaft aus Versehen zurückgelassen und muss nun fortan bis zu seiner Rettung um sein Überleben kämpfen.

Die Menschen auf dem Mars könnten sich nach neuesten wissenschaftlichen Forschungen wegen der geringeren Gravitation körperlich verändern. Die Schädeldecke würde dem US-Astronomen Chris Impey zufolge dicker, die Muskeln schwächer und die Füße schmaler werden.

Auf der Erde würden die Marskolonisten nicht überleben, weil die Gravitation gegenüber dem Mars rund 300 Prozent höher ist und ihre schmalen Körper quasi zerdrücken würde. Wir dürfen gespannt sein, ob tatsächlich eine Kolonie auf dem roten Wüstenplaneten entstehen wird. Planetare Atmosphärenumwandler könnten die dünne Atmosphäre atembar machen und auf diese Weise das Leben der Kolonisten erleichtern. Die Kosten für eine bemannte Marsmission sollen sich Berechnungen zufolge auf über 1 Billion US-Dollar belaufen und ist eine doch sehr bescheidene Summe im Vergleich zu den Billionen-Beträgen, die täglich in der Finanzwelt umgesetzt werden.

Beitragsbild: © Depositphotos.com / YurikswO

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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