Megastrukturen – Astronomen suchen gezielt nach verschwundenen Sternen

(Mystery News) Nach der Entdeckung einer vermeintlichen außerirdischen Megastruktur mit dem mysteriösen Stern KIC 8462852 haben Astronomen damit begonnen, gezielt nach verschwundenen Sternen zu suchen, die einen Hinweis auf vergleichbare Strukturen geben können. Beim Stern KIC 8462852 wurden außergewöhnliche Helligkeitsschwankungen festgestellt, die auf eine Megastruktur wie eine Dyson-Sphäre hindeuten können, hinter dem Mysterium wird aber auch ein großer Kometenschwarm vermutet. Im Rahmen der Kickstarter-Kampagne „Where is the Flux?“, konnte die Astronomin Tabetha Boyajian insgesamt 107.421 US-Dollar einsammeln, um den Stern KIC 8462852 genauer zu untersuchen und das Rätsel zu lösen.

Verschwundene Sterne als Hinweis auf Aliens

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Ein Forscherteam um die schwedische Astronomin Beatriz Villaroel hat sich zum Ziel gemacht, verschwundene Sterne zu entdecken, weil diese einen Hinweis auf außerirdische Megastrukturen und Völker sein können. Astronomische Objekte können nicht einfach so verschwinden, da dies zumindest mit unserer heutigen „offiziell“ verfügbaren Technologie unmöglich ist. Verschwundene Sterne könnten das Ergebnis von technologisch hoch entwickelten Außerirdischen sein, welche die Energie der Sterne dazu nutzen, ihre Welten mit Energie zu versorgen.

Die Wissenschaftler rund um Beatriz Villaroel berufen sich bei ihrer Arbeit auf das „Clarkesche Gesetz“, das aus drei Gesetzen besteht. Das dritte Gesetz „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden“, nutzt das Wissenschaftlerteam als Basis für ihre Arbeit. Die drei Gesetze stammen vom britischen Physiker und Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke. In einem ersten Schritt wurden 300.000 Sterne vor dem Hintergrund untersucht, ob diese in der Zeit zwischen ihrer ersten Erfassung und weiteren Katalogisierung verschwunden sind. Sie entdeckten 148 Objekte, die bei ihrer ersten Aufnahme bestimmte Auffälligkeiten aufwiesen, doch nur ein einziger Stern hielt den Anforderungen stand.

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Dieser Stern verschwand, weil er nicht mehr im Sloan Digital Sky Survey (SDSS) auftauchte, auch im Infrarotspektrum war er unauffindbar. Hinter dem Verschwinden vermutet das Forscherteam eine Dyson-Sphäre, die einen gesamten Stern umhüllen und seine gesamte Energie aufnehmen könnte. Eine solche Sphäre wäre durchaus in der Lage, einer außerirdischen Kultur als Energiequelle zu dienen. Der Bau einer solchen Megastruktur würde aber sehr wahrscheinlich Jahrzehnte dauern und eine hoch entwickelte Technologie erfordern. Basierend auf ihrer Entdeckung hat das Team um Villaroel vorgeschlagen, zahlreiche Sternenkataloge auch für Hobbyastronomen zu öffnen, damit sie die Möglichkeit haben, ebenfalls nach verschwundenen Sternen zu suchen.

Tabbys Star – Eine Dyson-Sphäre?

Die Astronomin Tabetha Boyajian von der Universität Yale hat mit den „Planet Hunters“ ein Projekt ins Leben gerufen, um neue Planeten zu entdecken. Bei dem Projekt untersuchen Hobbyforscher die gesammelten Daten des Weltraumteleskops Kepler auf Helligkeitsschwankungen und andere Auffälligkeiten. Bei ihrer Untersuchung entdeckten die Planetenjäger mit „Tabbys Star“ (Tabbys Stern) einen 1480 Lichtjahre entfernten Stern, der spürbar an Helligkeit verlor und das Ergebnis einer Dyson-Sphäre sein könnte.

Die Helligkeit von Tabbys Stern nahm in der Zeit von 1889 bis heute überraschend stark um 20 Prozent ab. Ein so starker Helligkeitsverlust wurde bei bislang keinem anderen Stern festgestellt. Als Ursache für den Helligkeitsverlust wurden Kometenschwärme bereits ausgeschlossen, hingegen wurde der Aufbau einer Megastruktur wie einer Dyson-Sphäre genannt. Bei der nächsten Verdunkelung von Tabbys Stern wollen die Hobbyforscher genauer hinschauen, um ihre These zu untermauern, dass es sich um eine Dyson-Sphäre handeln könnte. Wenn die Abschwächung des Sternenlichts auf allen beobachteten Wellenlängen gleich sein sollte, dann steht Tabetha Boyajian zufolge, auf jeden Fall ein fester Körper dahinter. Die vermutete Dyson-Sphäre würde mit Unterstützung ihrer Kollektoren das Sternenlicht absorbieren und eine bewohnte Welt mit Energie versorgen.

In der Welt der Science-Fiction haben Megastrukturen bereits eine Rolle gespielt, wie zum Beispiel der Todesstern aus „Star Wars“ oder eine Dyson-Sphäre in der Folge „Besuch von der alten Enterprise“ aus der Serie „Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert“. Chefingenieur Scotty findet sich dabei auf der USS-Enterprise im 24. Jahrhundert wieder, nachdem er für über 80 Jahre im Transporter eines Raumschiffs in Stasis war. Das Raumschiff war in der Dyson-Sphäre abgestürzt und brachte auch die Enterprise unter Captain Picard in Gefahr, doch mithilfe von Scotty und Geordi LaForge konnte das Flaggschiff der Föderation der Megastruktur entkommen.

Videos zum Thema Megastrukturen

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Beitragsbild: © Depositphotos.com / alexm83

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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