HAARP und Verschwörungstheorien

Die US-Forschungsanlage HAARP befindet sich im abgelegenen Ort Gakona in Alaska und wird vom US-Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit einigen US-Universitäten betrieben. Die Anlage diente der Erforschung der Ionosphäre und elektromagnetischer Wellen. Im Juni 2014 wurde bekannt, dass HAARP stillgelegt werden sollte, doch bis Mai 2015 wurden die Antennen nicht abgebaut. Nach einem Vorschlag der US-Senatorin Lisa Murkowski könnte die Forschungsanlage an die University of Alaska übergeben werden. Nach Verschwörungstheorien dient die Anlage der Wettermanipulation, Gedankenkontrolle, als EMP-Waffe und der Störung der Kommunikation.

Forschungsgebiete von HAARP

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Die Bezeichnung HAARP bedeutet High Frequency Active Auroral Research Program und beschreibt ein Forschungsprogramm, welches Radiowellen im Hochfrequenzbereich einsetzt. Die Leistung von HAARP beläuft sich auf 3,6 Megawatt. Erforscht wird durch Aussendung von Radiowellen die Ionosphäre, Funkwellenausbreitung, Navigation und Kommunikation. Die Betreiber der Forschungsanlage sind die US Airforce, US Navy und die University of Alaska. An der Planung von HAARP waren 14 Universitäten eingespannt. Die Planungen für das Projekt begannen bereits in den 1980er-Jahren und für die Realisierung soll der US-Senator Ted Stevens verantwortlich gewesen sein, der Forschungsgelder des Militärs in seinen Wahlkreis Alaska ziehen wollte.

Insgesamt besteht die Anlage aus 180 Antennen des Typs Continental Electronics D616G mit einer Nennleistung von jeweils maximal 10 kW. Die Antennen sind eine Spezialentwicklung für HAARP. Gearbeitet wird im nutzbaren Frequenzbereich 2,8 bis 10 Megahertz auf Kurzwelle, wobei offenbar vorwiegend die Frequenzen 3,39 und 6,99 Megahertz genutzt wurden. Eine Ionosonde und ein Riometer dienten der Beobachtung der Ionosphäre. Nach einem Bericht im Nachrichtenmagazin „Spiegel“ aus dem Jahr 2005 gelang den Wissenschaftlern der US-Airforce künstliche Polarlichter mit energiereichen Radiowellen im Rahmen des HIPAS-Projekts zu erschaffen.

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Basierend auf den gewonnenen Forschungsergebnissen der Experimente erhoffte sich das Pentagon wegen des ermittelten Verstärkungseffekts eine Manipulation des so genannten Elektrojets in der Erdmagnetosphäre. Geladene Teilchen oberhalb der Anlage könnten mit HAARP abgebaut werden, die sich nach einer Atomexplosion im erdnahen All bilden und die Satellitenkommunikation negativ beeinflussen könnten.

Verschwörungstheorien

Die Forschungsanlage HAARP sorgte seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1993 für die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien. Die Anlage soll ein Geheimprojekt sein, doch dies widerspricht der offiziellen Darstellung, weil alle Forschungsergebnisse von HAARP veröffentlicht werden und es findet ein regelmäßiger „Tag der offenen Tür“ statt. Das Projekt soll für weltweite Naturkatastrophen verantwortlich sein, wozu Erdbeben, Flutkatastrophen und Vulkanausbrüche zählen. Wie auf der Internetseite von HAARP nachgelesen werden kann, handelt es sich um kein Geheimprojekt. Die Forschungsfelder und der Betrieb unterliegen nicht der Geheimhaltung und es sind offiziellen Angaben zufolge keine HAARP-Dokumente unter Verschluss. In der Einrichtung arbeiten Mitarbeiter von Universitäten und privaten Unternehmen.

Zwei Webcams sind in der HAARP-Anlage installiert worden und Interessierte können die Forschungsergebnisse nicht nur einsehen, sondern auch auf ihren Computer speichern. Wer ein Student ist, dem bietet sich die Möglichkeit ein Praktikum in HAARP zu absolvieren. Trotz der Transparenz bestehen nach wie vor Verschwörungstheorien zum HAARP-Projekt.

Folgende Verschwörungstheorien existieren:

Wetterkontrolle

HAARP soll dazu in der Lage sein die Ionosphäre überall auf der Welt gezielt zu manipulieren mit dem Ziel Überschwemmungen, Dürren oder Stürme zu erzeugen. Die Leistung der Anlage ist nach Angaben von Fachleuten jedoch zu gering, um der Wettermanipulation zu dienen.

Erdbeben

Ein Gerücht besagt, dass die Forschungsanlage im Jahr 2010 das verheerende Erdbeben in Haiti auslöste und HAARP nach Medienberichten aus Venezuela eine Erdbebenwaffe sein soll. Für das Erdbeben im Jahr 2011 in Japan soll die Einrichtung ebenfalls verantwortlich sein.

Gedankenkontrolle

Zur Gedankenkontrolle soll die Anlage in der Lage sein, weil sie elekromagnetische Wellen aussendet mit der Gedanken manipulierbar sein sollen. In wissenschaftlichen Studien konnten derartige Wellen und deren Wirkung auf den Menschen nachgewiesen werden, doch diese Ergebnisse waren nicht wiederholbar. Beweise für eine Gedankenkotnrolle durch HAARP fehlen.

Kommunikation und EMP-Waffe

Die elektromagnetischen Wellen (ELF) von HAARP sollen die Partikel in der Ionosphäre erhitzen können, um eine Störung der Satellitenkommunikation zu verursachen. Die hochfrequenten Radiowellen sollen in der Lage sein Flugzeuge und Flugkörper wie Raketen abzuschießen. Im Prinzip könnte die Anlage dieser Theorie zufolge als EMP-Waffe eingesetzt werden. Die ELF-Wellen seien einer weiteren Theorie nach dazu fähig ein Kommunikationsnetz zu erschaffen, bei dem ohne Einsatz von Satelliten kommuniziert werden könne. Die US-Marine setzt die ELF-Wellen zur Kommunikation mit ihren U-Booten auf geringen Entfernungen ein.

Vergleichbare Anlagen

Neben HAARP befinden sich mit EISCAT, HIPAS, LOFAR, Sura und dem Jicamarca Ionospheric Radio Observatory weitere vergleichbare Projekte im Betrieb. Die genannten Anlagen dienen vorwiegend der Erforschung der Atmosphäre und offiziell zumindest keinem militärischen Zweck. Der berühmte Erfinder Nikola Tesla arbeitete mit Hochfrequenzen und verfolgte das Ziel eine drahtlose Energieversorgung mit „freier Energie“ aufzubauen.

Leschs Kosmos zum Thema HAARP

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Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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