Die Visionen des Jules Verne

Der französische Schriftsteller Jules Verne gilt bis heute als Visionär, weil er in seinen Romanen wie „20.000 Meilen unter dem Meer“, „Die Erfindung des Verderbens“ oder „Reise in 80 Tagen um die Erde“ künftige Technologien beschrieb, die zu seinen Lebzeiten erst in den Anfängen oder noch keine Realität waren. Der Sohn eines Anwalts wurde am 8.Februar 1828 in Nantes geboren und starb am 24.März 1905 in Amiens. Er wuchs im Reederviertel der Hafenstadt Nantes auf und kam dabei mit dem maritimen Leben in Berührung. Als Jurastudent widmete er sich dem Schreiben und stand in Kontakt mit dem berühmten Autor Alexandre Dumas („Der Graf von Monte Christo“). Dumas unterstützte ihn und Verne freundete sich mit seinem Sohn an. Im Jahr 1849 konnte er sein Jurastudium in Paris erfolgreich abschließen und verweilte in der Hauptstadt, um Geschichten aus der Dramaturgie zu schreiben. Zwei Jahre später erschienen drei seiner Erzählungen in einer Literaturzeitschrift, wovon seine Sujets „Ballonfahrt“ und „Seefahrt“ ihn in den Bann zogen. Beruflich war er zeitweise als Börsenmakler und Seefahrer aktiv.

Visionäre Geschichten als Antrieb

Fluchtrucksack – Die perfekte Packliste

Im Jahr 1862 lernte er den geschäftstüchtigen Jugendbuchverleger Pierres-Jules Hetzel kennen. Er nahm Jules Verne unter Vertrag, veröffentlichte seinen ersten Science-Fiction-Roman „Fünf Wochen im Ballon“ und unterstützte ihn dabei publikumswirksame Geschichten zu schreiben. Hetzel hatte Kontakte zu Naturforschern und Erfindern, die er mit Verne teilte. Die Kontakte verhalfen dem jungen Autor zu einem umfassenden Fachwissen, welches er in einem Zettelkasten zusammenfasste. Seine mehrteilige SF-Reihe über Ballonfahrten brachte Jules Verne den Durchbruch auf dem Buchmarkt. Seine Geschichten waren vorwiegend als Fortsetzungen aufgebaut, die in Hetzels Magazin „Illustrierte für Erziehung und Erholung“ veröffentlicht wurden.

Die Schwerpunkte seiner Geschichten bildeten Abenteuer- und Reiseromane mit einem gewissen Anteil an Science-Fiction. Seine Erzählung ordnete sein Mentor Hetzel deshalb in die Kategorie „Außergewöhnliche Reisen“ ein. In seinen Erzählungen schrieb er von so mancher Erfindung, die erst Jahrzehnte später oder in unserer Zeit überhaupt das Licht der Welt erblicken sollten. Sein Roman „Reise um die Erde in 80 Tagen“ machte ihn zu einem vermögenden Autor, der über ein beeindruckendes Anwesen in Amiens verfügte und mit seinen Segelyachten bzw. Dampfyachten die Weltmeere bereiste. Jules Verne wurde Mitglied des angesehenen Travellers Club in London, der eigentlich Briten vorbehalten war und dies durfte eine große Ehre für ihn gewesen sein. Im Jahr 1886 wurde von einem geistig verwirrten Neffen mit einer Pistole angegriffen, deren Schuss ihn verletzte und zu Behinderungen führten. Als er 1905 starb, veröffentlichte sein Sohn Michel zahlreiche Werke aus seinem Nachlass.

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U-Boote, Atomkraft und Luftfahrzeuge

In seinem Abenteuerroman „20.000 Meilen unter dem Meer“ erzählt Jules Verne von einem vermeintlichen Seemonster, welches in allen Regionen der Welt zwischen 1866 und 1867 zahlreiche Schiffe versenkte. Professor Pierre Aronnax, sein Assistent Conseil und der kanadische Harpunier Ned Land wollen das Geheimnis ergründen. Aronnax sieht einen riesigen Narwal als verantwortlichen Angreifer. Die US-Regierung erteilt Prof. Aronnax schließlich den Auftrag den Verursacher der Schiffsunglücke im Rahmen einer mehrmonatigen Forschungsfahrt an Bord der US-Fregatte Abraham Lincoln zu finden. Eine wochenlange Suche endet als ein mysteriöses Objekt gesichtet wird, welches die Fregatte nach einem Kanonenbeschuss angreift. Das Kriegsschiff bekommt Schlagseite, worauf Ned Land, Prof. Aronnax und Conseil ins Wasser fallen. Mitten im Meer sichten die drei ein „Eisentier“, welches sich als U-Boot herausstellt. Sie werden nach einem kurzen Kampf von der Besatzung in Gewahrsam genommen.

An Bord des geheimnisvollen Unterseeboots stellt sich ihnen ein schweigsamer Mann als Kapitän Nemo vor. Kapitän Nemo hat mit der Menschheit abgeschlossen, weil irdische Mächte seiner Frau und Kinder das Leben nahmen. Er sinnt auf Rache und schuf mit der „Nautilus“ ein U-Boot, welches er dazu nutzt die Schiffe der verhassten Nationen zu zerstören. Er offenbart Prof. Aronnax im späteren Verlauf das Geheimnis der Nautilus in Form seines Antriebssystems, welches Atomkraft oder Kernfusion als Energiequelle nutzt. Im Jahr 1954 wurde der Roman von Walt Disney verfilmt und gilt bis heute als Meisterwerk, vor allem was das Design der „Nautilus“ betrifft.

Die Romane „Die stählerne Stadt“ und „Robur, der Eroberer“ behandeln bei erstgenannten Werk Waffentechnik als Thema und beim zweiten Werk spielt ein Luftschiff eines wahnsinnigen Erfinders mit Namen Robur die Hauptrolle.

Die Technik spielt in den Romanen von Jules Verne eine zentrale Rolle, jedoch verweist er dabei immer auf die Gefahren, die entstehen können, wenn eine Technologie wie in „Die Erfindung des Verderbens“ außer Kontrolle oder in die falschen Hände gerät.

Videos zum Thema Jules Verne
20.000 Meilen unter dem Meer

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https://www.youtube.com/watch?v=WwCkjHyHhh4

Die Erfindung des Verderbens

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https://www.youtube.com/watch?v=qfYnaf86FWc

Robur, der Eroberer

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https://www.youtube.com/watch?v=TBdd7LwnHnA

Beitragsbild: © Depositphotos.com / neftali77

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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