Das unheimliche Bienensterben – Warum sterben die Bienen?

(Mystery News) Der Dokumentarfilm „More than Honey“ versucht, das Mysterium zu klären, warum die Bienen sterben, doch eine endgültige Antwort konnten die Autoren des interessanten Films mit seinen beeindruckenden Makroaufnahmen nicht geben. Das Bienensterben wird seit Jahren beobachtet und schuld daran sollen Pestizide oder die Imker selbst sein. Neben den Pestiziden wird Überzüchtung als Ursache für das Sterben der Bienen gesehen. Ohne Bienen würde ein Großteil unserer Nahrung nicht existieren, weil Bienen mit ihrer Bestäubung dafür sorgen, dass Obst, Mandelbäume und viele weitere Nutzpflanzen wachsen. Wenn einmal alle Bienen verschwunden sind, dann bedeutet dies langfristig den Niedergang der Menschheit, wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird.

Fluchtrucksack – Die perfekte Packliste

Das Bienensterben bedroht die Menschheit

Das Bienensterben ist nicht nur ein Rätsel, sondern auch eine Gefahr für die Menschheit, in Bezug auf die Nahrungsmittelversorgung. Wenn die Bienen sterben, können sie keine Blüten mehr bestäuben und das führt zum Zusammenbruch des Kreislaufs, der dafür sorgt, dass wir ausreichend Obst, Gemüse, Honig oder Nüsse auf unseren Tellern haben. In „More than Honey“ steht das Bienensterben vor allem in den USA im Mittelpunkt. Zu sehen ist der Inhaber eines Imker-Unternehmens, der seine Bienen quartalsweise an Plantagenbesitzer überall im Land für 150 US-Dollar pro Bienenstock vermietet. Die Vermietung der Bienenstöcke ist ein Millionengeschäft und nimmt dabei keine Rücksicht auf die Bienen. Das vorgestellte US-Unternehmen in dem Film vermischt wie andere Firmen der Branche, verschiedene Bienenvölker, um Verluste durch tote Bienen auszugleichen und das Geschäft aufrechtzuerhalten.

Ein traditioneller Schweizer Bienenzüchter erzählt in „More than Honey“ über seine Arbeit und bedauert die zunehmende Industrialisierung seiner Branche. Er berichtet, wie eine seiner Bienenköniginnen „fremdgegangen“ ist, und dass damit seine eigenen Bienenvölker bedroht sind. Als Konsequenz tötete er sie, um seine Bienenstöcke vor fremden Bienen zu schützen. Die Bienen werden manipuliert und von einem Bienenzüchter dazu gebracht, Dutzende Königinnen statt nur eine Königin quasi im Akkord zu füttern. Die gezüchteten Königinnen werden anschließend für 60 Euro verkauft. Neben Königinnen werden auch ganze Bienenvölker weltweit verkauft und mit Flugzeugen zu ihren Kunden geflogen. Der Imker aus der Schweiz muss wegen einer sogenannten Sauerbrut den Verlust eines ganzen Bienenvolks verkraften.

Empfehlung der Redaktion
Die geheime Geschichte der Menschheit *
  • Jim Marrs
  • Herausgeber: Kopp Verlag
  • Auflage Nr. 1 (26.11.2015)
  • Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Empfehlung der Redaktion
Verborgene Geschichte: Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte *
  • Gerry Docherty, Jim Macgregor
  • Herausgeber: Kopp Verlag
  • Auflage Nr. 22017 (27.11.2014)
  • Gebundene Ausgabe: 494 Seiten

Die US-Imkerfirmen sind mit ihren Trucks und Bienenstöcken an Bord landesweit unterwegs. Das ist für die Bienen ein unnatürlicher Vorgang. Da sie während des Transports nicht ausfliegen können, verschmutzen sie mit ihren Ausscheidungen den Bienenstock, und dadurch können auch Krankheiten entstehen.

Warum sterben die Bienen?

Das Bienensterben wird weltweit beobachtet, und die Imker arbeiten erst seit wenigen Jahren enger mit Landwirten zusammen. Die Landwirte prüfen vorab die Bienengefährlichkeit von Pflanzenschutzmitteln, bevor sie eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit soll den Schutz der Bienen erhöhen und die Bestäubung der Nutzpflanzen sicherstellen. Nach Einschätzung der Wissenschaft sind die Imker mit ihrer Überzüchtung selbst für das Bienensterben verantwortlich. Die mäßig ertragreiche, aber stechfreudige Nordbiene wurde von den Imkern vor rund 60 Jahren stückweise durch die Kärntner Biene ersetzt. Die Kärntner Biene ist eine Hochleistungsbiene, die mittlerweile in ganz Deutschland, in Europa und auf dem Balkan verbreitet ist. Sie sticht nicht, kann sich schnell vermehren, kann sich gut orientieren, liefert viel Honig und hat geringe Unterhaltskosten.

Die kalifornische Mandelblüte sorgt mit ihrem blausäurehaltigen Amygdalin für Vergiftungen der Hochleistungsbiene. Normal meiden Bienen giftige Blüten, doch bei den Monokulturen sind sie gezwungen, Nektar und Pollen einzusammeln. Die Abwehrkräfte der Kärntner Biene sind oft nicht stark genug, mit der Folge, dass reihenweise Bienenvölker sterben und ersetzt werden müssen. Die Varroamilbe ist der zweite Grund für das Bienensterben, denn sie verbreitet Krankheiten. Davon betroffene Bienen kämpfen mit dem Verlust ihres Orientierungssinns und landen in fremden Stöcken. Auf diese Weise verbreiten sich die Krankheitserreger der Varroamilbe weiter.

Die Bienenzüchter, die Landwirte und die Lebensmittelindustrie müssen einen Weg finden, um das Bienensterben zu stoppen. Der optimale Weg wäre eine neue Bienenart, die robuster ist und im jeweiligen Ökosystem gut leben kann. Landwirte bringen heute Bienenarten in Ökosysteme ein und das wirkt sich negativ auf die Natur aus. Eine neue Bienenart wäre zwar stechfreudiger und würde weniger Honig produzieren als die Hochleistungsbiene, doch das Bienensterben würde gestoppt.

Ich selbst habe den Film „More than Honey“ gestern gesehen und bin erschrocken, und zwar nicht nur darüber, wie unser Honig entsteht, sondern auch wie respektlos die Industrie die Biene behandelt.

Videos zum Thema Bienensterben

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=tkOXsuqsVQs
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=ZeSo4SZxIWQ
Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=x8LzVlHpO70

Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

Empfehlung der Redaktion
UFOs - Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen *
  • Leslie Kean
  • Herausgeber: Kopp Verlag
  • Auflage Nr. 1 (26.01.2012)
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen / Letzte Aktualisierung am 21.07.2018 / Affiliate Links * / Bilder DSGVO-konform über Proxyserver von der Amazon Product Advertising API geladen / Platzierung nach Amazonverkaufsrang / Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen

1 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 5 (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)