China aktiviert weltgrößtes Radioteleskop FAST

(Mystery News) In China, in der südwestlichen Provinz Guizhou wurde das weltweit größte Radioteleskop FAST in Betrieb genommen. Das Radioteleskop hat eine Breite von 500 Metern und kostete umgerechnet 160 Millionen Euro. Die Bezeichnung FAST bedeutet „Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope“, und die Aufgabe des am Sonntagnachmittag (25. September 2016) in Betrieb genommenen Radioteleskops ist es, den Weltraum zu erkunden. Das bislang größte Teleskop dieser Art war das Arecibo Observatory in Puerto Rico, nun wurde es vom chinesischen Radioteleskop in der Größe übertroffen.

Gigantisches Observatorium und das SETI-Projekt

Das gigantische Observatorium FAST liegt in der Bergregion der Provinz Guizhou im südwestlichen Teil Chinas und besteht aus 4450 Paneelen. Mit dem Radioteleskop sollen zum Beispiel Pulsare beobachtet werden, die Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Bei einem Pulsar handelt es sich um einen Neutronenstern, der aus der Explosion einer Supernova entstanden ist und der in einem hohen Tempo rotiert.

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Der neue Horchposten soll außerdem dem internationalen SETI-Projekt bei der Suche nach außerirdischem Leben unterstützend zur Seite stehen. Das SETI-Projekt erhielt im Juli eine finanzielle Unterstützung von 100 Millionen US-Dollar durch den russischen Milliardär Jurij Milner. Der bekannte Astrophysiker Stephen Hawking wird der weltweiten Wissenschaftsinitiative „Breakthrough Listen“ als Berater beiwohnen. Im Auftrag von Milner soll ein ausgewähltes Team das All zehn Jahre lang mit Radioteleskopen nach außerirdischen Signalen absuchen, und die empfangenen Signale in einem späteren Schritt entschlüsseln.

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Umsiedlungen für Bau des FAST Radioteleskops

Im Vorfeld der Bauarbeiten für das Radioteleskop FAST mussten 9000 Einwohner der Provinz Guizhou in einem Umkreis von fünf Kilometern ihre Heimat verlassen. Die Umsiedler sollen neue Wohnungen und umgerechnet 1650 Euro Entschädigung erhalten haben. Die Zwangsumsiedlungen gelten als sehr kritisch, weil die Höhe der Entschädigungen oft zu gering ist und die Bürger meist mit Gewalt aus ihrer Heimatregion umgesiedelt werden. Vor allem in ländlichen Regionen kam und kommt es zu Zwangsumsiedlungen für Bauprojekte, die vom Militär und der Regierung umgesetzt werden.

Das Weltraumprogramm Chinas gilt als sehr ehrgeizig, es wird vom Militär geleitet und untersteht der China National Space Administration (CNSA). Die Ziele des milliardenschweren Programms umfassen die Raketenentwicklung, die bemannte Raumfahrt, die Erforschung des Mondes sowie die Sonnenforschung und den Bau einer eigenen Raumstation. Außerdem plant China im Jahr 2024 eine bemannte Mondlandung, später soll auch eine Station errichtet werden.

Die Suche nach außerirdischem Leben im Weltraum wird mit Unterstützung des Radioteleskops FAST beschleunigt. Zusammen mit dem Arecibo Radio-Observatorium und dem Alma-Radioteleskop steigen die Chancen, früher oder später Signale von Aliens zu entdecken. Das Alma-Radioteleskop (Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array) bestehend aus 66 Radioschlüsseln und ist das weltweit größte Radioteleskop-Netzwerk, das sich noch im Aufbau befindet. Alma liegt in der staubtrockenen Atacamawüste in Nord-Chile und bietet Astronomen ideale Bedingungen zur Weltraumbeobachtung. Zur Zeit sind erst zwölf der 66 Radioschüsseln auf dem 5000 Meter hohen Chajnantor-Plateau in Betrieb.

Vor wenigen Monaten, im Mai 2015, berichteten russische Forscher vom Empfang eines außerirdischen Signals. Entdeckt wurde das Signal mit dem Ratan-600-Radioteleskop im russischen Kaukasus und als Signalquelle wurde der rund 94 Lichtjahre entfernte Stern HD 164595 ermittelt. Das Sonnensystem ist mit unserem Heimatsystem vergleichbar und 6,3 Milliarden Jahre alt. Bislang wurde dort erst ein Planet entdeckt, der die Sonne umkreist und so groß wie der Neptun ist. Der Planet umkreist das Zentralgestirn in einer Distanz, die kein Leben ermöglicht, doch weitere Planeten können nicht ausgeschlossen werden. Das Signal könnte von einer technologisch hoch entwickelten Zivilisation stammen. Bevor dieses Rätsel jedoch gelöst werden kann, müssen die Wissenschaftler das Signal erst entschlüsseln.

Die Inbetriebnahme des FAST Radioteleskops wird uns neue Erkenntnisse über den Weltraum bringen und vielleicht werden die Radioastronomen auch ein außerirdisches Signal aus den Weiten des Alls empfangen, wie schon die Forscher des Ratan-600-Observatoriums. Offiziell hat die Erde noch keinen Kontakt zu Aliens, doch nach Gerüchten sollen vor allem die USA bereits seit über 50 Jahren mit Außerirdischen wie den Grauen zusammenarbeiten.

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Über den Autor Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.

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