Chemtrails – Real oder Unsinn?

(Mystery News) Seit den 1990er-Jahren sorgen die Chemtrails als Verschwörungstheorie für Aufmerksamkeit und bis heute konnte nicht endgültig geklärt werden, ob sie real sind und die Menschen angeblich mit Chemikalien vergiften. Die Kondensstreifen sind der Theorie zufolge nicht nur die Folge kondensierter Flugzeugabgase, sondern das Ergebnis von Chemikalien und Zusatzstoffen, die von Flugzeugen gezielt in der Atmosphäre verbreitet werden. Als Ziele der Chemtrails werden eine Bevölkerungsreduktion, Geo-Engineering und militärische Zwecke genannt. Vor 20 Jahren tauchte die umstrittene Verschwörungstheorie um diese chemischen Kondensstreifen oder Giftwolken erstmals im World Wide Web (WWW) auf.

U.S. Air Force bezeichnet Chemtrails als Schwindel

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Die U.S. Air Force bezeichnet diese Verschwörungstheorie und die Existenz der Chemtrails als Schwindel. Die Chemtrail-Thesen gehen davon aus, dass das US-Militär seit Mitte der 1990er-Jahre versucht, das Wetter zu beeinflussen und Kondensstreifen für militärische Ziele einzusetzen. Die Verschwörungstheorie beruht vor allem auf dem Strategiepapier „Weather as a Force Multiplier: Owning Weather 2025“ (Wetter als ein Machtvervielfältiger: Wetterkontrolle 2025) der U.S. Air Force. Nach Angaben der US-Luftwaffe wurde das Strategiepapier mehr oder weniger niemals umgesetzt, doch gibt es Gerüchte über das Gegenteil, jedoch ohne richtige Beweise. Das Strategiepapier ist in der Zwischenzeit nicht mehr auffindbar und aus dem Internet verschwunden.

Die Chemtrails sollen nicht wie normale Kondensstreifen aus Eiskristallen, sondern aus chemischen Stoffen bestehen. Sie treten in Gitterform als Kondensstreifen auf und sollen sehr langlebig sein. Die Vertreter der Chemtrail-These sehen Barium- und Aluminium-Verbindungen als Ursache für die Chemtrails, die Wetterforschung hingegen sieht die Kondensstreifen als „künstliche Cirruswolken“, die schon lange vor der Verschwörungstheorie bekannt waren. Die Gründe für das verstärkte Auftreten der Kondensstreifen sind der erhöhe Flugverkehr und die damit verbundene Anzahl der Flugzeuge, die den Himmel kreuzen.

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In Deutschland erhöhte sich die Zahl der Fluggäste seit dem Jahr 1980 um 500 Prozent, und daraus resultiert auch der Anstieg der Kondensstreifen. Jährlich werden über zwei Millionen Starts und Landungen im deutschen Flugverkehr verzeichnet. Nach wissenschaftlichen Forschungen ändern sich die Sichtverhältnisse durch die künstlich geschaffenen Wolken, die aus Kondensstreifen entstehen.

Verbreitung der Chemtrails

Die Verbreitung der Chemtrails soll über spezielle Sprühvorrichtungen und die Triebwerke der Flugzeuge erfolgen. Metallische und mineralische Stoffe, die mittels der Triebwerke verbreitet würden, hätten Schäden an den Turbinenschaufeln zur Folge. Eine weitere These sieht hohle Drähte auf den Tragflächenkanten als Verbreitungsquelle der chemischen Substanzen. Der Pilot würde die Substanzen während eines normalen Linienflugs über die hohlen Drähte versprühen.

Nach Auffassung der Befürworter der Chemtrails soll mit den Substanzen der Treibhauseffekt abgemildert werden, und zwar durch Verbreitung reflektierender Partikel. Hier wird oft das Welsbach-Patent genannt. Das Patent beschreibt die großflächige Ausbringung von Partikeln in der Atmosphäre. Die zweite These nennt Bevölkerungsreduktion als Grund für die Chemtrails. Chemische Stoffe sollen der Theorie zufolge die Zeugungsfähigkeit der Menschen reduzieren. Eine gezielte Bodenvergiftung mit Aluminiumverbindungen sieht der Film „Why in the World are They Spraying?“ (Was in aller Welt sprühen die da?) als Ursache für die Chemtrails. Die Aluminiumverbindungen sollen normales Saatgut unbrauchbar machen, und hierbei verweist der Film im speziellen auf Saatgutgroßkonzerne wie Monsanto, bei denen angeblich genmanipulierte, aluminiumresistente Saatgutsorten entwickelt werden.

Die Meinung der Behörden zu Chemtrails

Das Umweltbundesamt (UBA) stellte in Berufung auf Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) keinerlei auffällige Veränderungen in der Verhaltensweise der Kondensstreifen fest. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) konnte ebenfalls keine Hinweise für die reale Existenz der Chemtrails finden. Wie die genannten staatlichen Einrichtungen, konnte auch die Weltgesundheitsorganisation WHO die Giftwolken nicht nachweisen und verneint ihre Existenz.

Das Pentagon und die U.S. Air Force arbeiten eigenen Angaben zufolge nicht an Projekten zur Wettermanipulation. Nach Angaben der US-Luftwaffe seien weder Wettermanipulationen geplant, noch würden sie ausgeführt, und zu den Kondensstreifen veröffentlichten die Luftstreitkräfte der USA eine Broschüre mit Informationen zu dem Thema.

Alle bisher durchgeführten Analysen der chemischen Zusammensetzung der Luft und am Boden konnten die Chemtrail-These bisher nicht untermauern. Die Chemtrail-Befürworter sehen die Untersuchungen als Teil einer weltweiten Verschwörung. Eine solche derartige umfassende globale Verschwörung könnte jedoch nicht lange geheimgehalten werden, weil Tausende Menschen darin involviert wären.

Nach bisherigen Kenntnissen sind die Chemtrails also nur reine Theorie und real nicht existent. Auf YouTube und in den sozialen Medien streiten sich Befürworter wie Gegner aber weiterhin über die Chemtrails.

Videos zu Chemtrails

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https://www.youtube.com/watch?v=IyOcevQdWJU
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https://www.youtube.com/watch?v=pnpyhcHtaC8
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Beitragsbild: © Depositphotos.com / Gajus-Images

Andreas Krämer

Andreas Krämer

Andreas Krämer ist seit Winter 2002 als Texter mit seinem Schreibbüro aktiv. Er interessiert sich für technische, mysteriöse und wirtschaftliche Themen.
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